100715

Apple Inc

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
US0378331005 Technologie/Telekommunikation Computer-Hardware KGV-C 15-20
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
34.300 180.525,600 USD NEIN

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Computer-Hardware umfassend 77.81%
Internetdienste, Software 10.28%
System-Software umfassend 6.80%
Computer & Peripherie 5.11%

Überblick

Apple Inc ist ein weltweit führendes Technologieunternehmen, das im Jahr 1976 von Steve Jobs und zwei seiner Freunde in Kalifornien gegründet wurde. Der Konzern, mit Hauptsitz im US-amerikanischen Cupertino, zählt über 200 Apple Retail Stores in den USA, Kanada, Deutschland, Schweiz, Polen, Italien, Großbritannien, China, Japan und Australien. Apple Inc war einer der ersten Hersteller von Personal Computern in den siebziger Jahren.

Produkte und Dienstleistungen

Die bekanntesten Hardware-Produkte des Konzerns sind iPod, iPhone, Mac mit Zubehör, Webcams und Apple TV. Natürlich entwickelt und vertreibt Apple Inc auch Betriebssysteme wie Mac OS X.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Apple Inc sorgt sich sehr um die Sicherheit und Geheimhaltung des Konzerns und der internen Informationen – kontrollierte Angestellte, Zugangsbeschränkungen zu diversen Gebäuden, keine Kollegenbesuche. Sollte der Verdacht auf „Geheimnisausplauderei“ bestehen, wird der unternehmenseigene Sicherheitstrupp Worldwide Loyalty Team eingesetzt, welcher dann die Mobiltelefone der verdächtigten Angestellten – ohne deren Privatsphäre zu respektieren – überprüft und durchleuchtet. Diese werden zuvor jedoch unter Kündigungsdrohung zur schriftlichen Einverständnis gezwungen. Sollte sich ein solcher Verdacht bestätigen, werden diese Angestellten vom Sicherheitspersonal mit sofortiger Kündigung vom Firmengebäude entfernt.

Die taiwanesische Aktiengesellschaft Foxconn fertigt überwiegend Produkte für Apple Inc. Im Jahr 2006 geriet Foxconn aufgrund unmenschlicher Arbeitsbedingungen in die Schlagzeilen. Apple Inc wies die Produktionsstätte nach zwischenzeitlicher Prüfung schließlich auf Verletzung des herstellereigenen Apple Supplier Code of Conduct hin. Die Mitarbeiter bei Foxconn sollen den Medienberichten zufolge rund 80 Überstunden pro Monat geleistet und teilweise knapp 50 Euro pro Monat weniger als im Mindestlohn-Gesetz vorgeschrieben verdient haben. Foxconn forderte aufgrund dieser Vorwürfe zunächst Schadensersatz gegen zwei Journalisten in China, zog diese letztlich aber wieder zurück. Apple Inc hat sich der Electronic Industry Code of Conduct Implementation Group angeschlossen, die bereits Standards für die Industrie erarbeitet hat und Quellen zur Evaluierung der Auftragsfertiger anbietet.

Apple Inc sowie zahlreiche andere Unternehmen in dieser Branche wurden im Jahr 2007 von Umweltschutzorganisationen kritisiert, da diese Konzerne die durchschnittliche Nutzungsdauer ihrer Produkte nicht berücksichtigen. Steve Jobs, CEO des Apple-Konzerns, kündigte daraufhin an, Apple Inc führend im Bereich des Umweltschutzes machen zu wollen. Steve Jobs zeichnete bereits erreichte Erfolge auf und kündigte weitere Maßnahmen für den Umweltschutz an.

Seit Juli 2009 sorgt ein Gerichtsprozess für großes Aufsehen. Der US-amerikanische Kläger Gregory McKenna wirft Apple Inc vor, sich mit der italienischen Mafia Cosa Nostra verbündet und in seine iPods kleine Empfänger eingebaut zu haben, über die Cosa Nostra unterschwellige Nachrichten in seine Musiktitel einspielen konnte. Dadurch wollte man Gregory McKenna für eine Model-Agentur gewinnen. Dieser weigerte sich jedoch für die Mafia zu arbeiten und bekam seither Morddrohungen über seinen iPod. Der Kläger fordert nun Schmerzensgeld von über 14 Millionen US-Dollar. Man rechnet jedoch damit, dass das Verfahren bald eingestellt wird.

Der Technologiekonzern stellte Anfang des Jahres 2008 das MacBook Air vor, welches die Verwendung von giftigen Materialien drastisch reduziert. Demnächst sollen weitere Apple-Produkte diesem Beispiel folgen. Im Frühjahr 2009 erschien zur Macworld Expo in San Francisco das MacBook Pro mit einer besseren Batterielaufzeit. Alle MacBook-Produkte erfüllen die Energy Star 4.0-Umweltauflagen. Außerdem enthalten diese keine bromhaltigen Flammschutzmittel – es werden auch nur PVC-freie Kabel und Komponenten verwendet.

Ein Unternehmensstandort im US-amerikanischen Austin, Texas, ist Teilnehmer des „Green Choice-Programms“ und gewinnt Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Windenergie. Dadurch konnten rund 32.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden.


FER-Bewertungskommentar

Apple Inc wurde zusammen mit anderen Unternehmen der Technologiebranche kritisiert, die durchschnittliche Nutzungsdauer ihrer Produkte nicht zu berücksichtigen. Einem taiwanesischen Zulieferer des Technologieunternehmens, Foxconn, wurden unmenschliche Arbeitsbedingungen vorgeworfen. Die Arbeiter sollen durchschnittlich 80 Überstunden pro Monat leisten und sogar 50 Euro weniger Lohn erhalten, als es im Mindestlohn-Gesetz vorgeschrieben ist. Ein US-Amerikaner klagte den Konzern im Juli 2009, da er befürchtet, Apple Inc arbeite mit der italienischen Mafia zusammen. Es sollen Empfänger in seine iPods eingebaut worden sein, die es der Mafia ermöglichen, unterschwellige Nachrichten in seine Songs einzuspielen. Der Standort Austin bezieht seinen Strom hauptsächlich aus Windenergie, womit rund 32.000 Tonnen CO2-Ausstoß vermieden werden konnte. Der Konzern entwickelte ein Notebook mit besserer Batterielaufzeit und ohne bromhaltige Flammschutzmittel.