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International Business Machines Corp

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
US4592001014 Technologie/Telekommunikation Computer-Hardware KGV-B 10-15
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
399.409 124.856,000 USD NEIN

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Computer-Hardware umfassend 56.83%
Security-Software 21.32%
System-Software umfassend 18.61%
Finanzdienste spezialisiert 2.47%
Technologie/Telekommunikation 0.77%

Überblick

International Business Machines Corporation, kurz IBM, ist ein weltweit führender Technologiekonzern, der im Jahr 1896 als Tabulating Machine Company gegründet wurde. Im Jahr 1924 wurde der Name des Unternehmens in IBM umbenannt. Der Technologiekonzern führt seinen Hauptsitz im US-amerikanischen Armonk, New York, und ist in weltweit mehr als 170 Ländern tätig. Das Unternehmen gliedert sich in fünf Bereiche: IBM Global Business Service – ist die weltweit größte Unternehmensberatung, IBM Systems and Technology Group – ist zuständig für die Entwicklung und den Vertrieb von IT-Infrastrukturlösungen, IBM Software Group – besteht aus Marken wie Tivoli oder Lotus, IBM Global Finance – bietet Finanzdienstleistungen an und IBM Global Services – bietet Services wie IT Strategic Outsourcing an.

Produkte und Dienstleistungen

IBM vertreibt Software-Produkte, Speicherlösungen, Server und Systeme, Internet Security Produkte sowie Kassen-, Kiosk- und Drucksysteme.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Ende des Jahres 2009 wurde IMB stark für seine ungerechte Beschäftigungspolitik kritisiert. Im mexikanischen Guadalajara beispielsweise werden in einer Produktionshalle von IBM Informationstechnologie-Anlagen für den US-amerikanischen Hersteller von Computer-Hardware, DELL, gefertigt. Die Arbeiterinnen und Arbeiter werden von IBM mit einem befristeten Ein-Jahres-Arbeitsvertrag eingestellt, obwohl diese oft jahrelang dort arbeiten. Dadurch erhalten diese Arbeiterinnen und Arbeiter, bis auf sechs Tage pro Jahr, keinen Urlaubsanspruch sowie keine Abfertigung bei Kündigung, da sie aufgrund dieses Vertrages als erst kürzlich eingestellte Arbeiterinnen und Arbeiter gelten. So verletzt IBM massiv die Arbeitsrechte seiner Arbeiterinnen und Arbeiter.

Gegen IBM Korea wurde im Jahr 2004 ein Verfahren aufgrund Bestechung eingeleitet. 48 Manager sollen sich mit ihren Tätigkeiten Aufträge im Wert von rund 34 Millionen Euro gesichert haben. Es wurde behauptet, dass mindestens 14 Regierungsbeamte mit insgesamt 200.000 Euro bestochen wurden. Außerdem soll ein IBM-Zulieferer einem leitenden Angestellten des Konzerns eine wertvolle Mitgliedschaft in einem elitären Golfclub geschenkt haben. IBM Korea behauptete, diese Aktivitäten seien weder von IBM Korea gebilligt noch nachgesehen worden. Die Betroffenen wurden laut Angaben des Unternehmens entlassen.

Anfang des Jahres 2008 wurde eine Sammelklage gegen den Konzern eingereicht. Grund dafür war eines seiner Werke in den USA, das von 1924 bis zum Jahr 2000 betrieben worden ist. Die ehemalige Produktionsstätte soll bei der Herstellung hochgiftige Chemikalien wie Trichlorethylen freigesetzt haben. Einwohner rund um die einstige Produktionsstätte behaupteten, ihre Kinder würden durch diese Chemikalien angeborene Herzfehler und Erwachsene sogar Nierenschäden haben.

Durch den von IBM entwickelten Umweltservice GARS – Global Asset Recovery Service – konnten in den Jahren 2002 bis 2007 über 85 Prozent der zurückgegebenen Maschinen wiederverwertet und dadurch mehr als 1.500 Hybridsysteme angefertigt werden.

IBM entwickelte im Jahr 2007 ein neues Verfahren zur Chip-Herstellung, bei welchem zum ersten Mal selbstanordnende Materialien in industriellem Umfang zum Einsatz kommen, die Billionen kleinster Löcher erzeugen. Diese Löcher legen ein isolierendes Vakuum um die kilometerlangen winzigen Kabelstränge in den Chips. Der Test im Labor zeigte bereits, dass elektronische Signale auf den Chips im Vergleich zu herkömmlichen Chip-Techniken entweder 35 Prozent schneller fließen oder 15 Prozent weniger Strom verbrauchen. Für das Jahr 2009 ist die Produktion der ersten Prozessoren mit diesem Verfahren zunächst nur für IBM-Server geplant, im Laufe der Zeit sollen dann auch Chips für andere Unternehmen gefertigt werden.

Das vom Schweizer IBM Research entwickelte Zero Emission Data Center nutzt die anfallende Wärmeenergie von Rechenzentren für die Heizung von Gebäuden. Das Zero Emission Data Center basiert auf einem effizienten Wasserkühlkreislauf, der auf jenem Chip ansetzt, wo am meisten Wärme entsteht. Mikrokanalkühler sind auf der Rückseite der Chips angebracht, nehmen deren Wärme auf und transportieren sie ab. Die Chips werden gekühlt – und die Wärmeenergie kann zum Heizen verwendet werden. Die direkte Abwärmenutzung verringert den CO2-Ausstoß von Großrechnern um 85 Prozent. Das von IBM eingereichte Projekt erzielt eine CO2-Reduktion von 30 Tonnen pro Jahr.


FER-Bewertungskommentar

IBM wurde im Jahr 2004 in einen Bestechungsskandal verwickelt. 48 Manager des Konzerns sollen sich zahlreiche Aufträge im Wert von 34 Millionen Euro ergattert haben. Die betroffenen Personen wurden laut IBM entlassen. Das Technologieunternehmen erhielt im Jahr 2008 eine Sammelklage aufgrund eines seiner ehemaligen Werke, das bis zum Jahr 2000 hochgiftige Chemikalien bei der Produktion freigesetzt haben soll. Bewohner in unmittelbarer Nähe dieser Produktionsstätte erhielten dadurch Nierenschäden – Kinder sollen zudem an einem angeborenen Herzfehler leiden. Das von IBM entwickelte GARS verhalf zur Wiederverwertung der an den Konzern zurückgegebenen Maschinen und zur Fertigung von 1.500 Hybridsystemen. Der Konzern wurde Ende des Jahres 2009 stark für seine ungerechte Beschäftigungspolitik in einem Produktionswerk in Guadalajara kritisiert. Im Jahr 2007 wurde ein neues System für die Produktion von Chips entwickelt. Im Labor wurde getestet, dass diese Chips rund 15 Prozent weniger Strom verbrauchen als herkömmliche. IBM Research aus der Schweiz entwickelte Zero Emission Data Center, das Wärmeenergie von Rechenzentren für die Heizung von Gebäuden nutzt. Dieses Projekt erzielt eine CO2-Reduktion von rund 30 Tonnen pro Jahr.