
| ISIN | FER Branchengruppe 1 | FER Branchengruppe 4 | FER-eKGV |
|---|---|---|---|
| US38259P5089 | Handel/Gewerbe | Internet Dienstleistung | KGV-C 15-20 |
| Mitarbeiter | Marktkap. in Mio. EUR | Währung | Global Compact Mitglied |
|---|---|---|---|
| 21.805 | 118.210,100 | USD | NEIN |
| Branchen | Umsatz |
|---|---|
| Internetdienste, Software | 100.00% |
Seit einiger Zeit stellt Google Inc den Service Street View in den USA, in Teilen Europas sowie in Japan, Australien und mehr zur Verfügung, bei welchem Straßennetze, Nationalparks und fast alle Städte dieser angegebenen Länder erfasst und im Internet ersichtlich sind. Dieser Dienst von Google Inc geriet nun unter starke Kritik. Erstmals kritisierten Deutschland und Australien Street View, da neben der Bilderfassung von Straßen auch ungesicherte WLAN-Daten aufgenommen wurden. Versehentlich, wie der Konzern behauptet. Allerdings sollen Hinweise aufgetaucht sein, welche eine dauerhafte Erfassung dieser WLAN-Daten bestätigen würden. Im Juni 2010 geriet Google Inc auch in den Vereinigten Staaten dafür in Kritik. Man fordert eine sofortige Klärung sowie eine Sicherstellung, dass diese WLAN-Datenerfassung nicht noch einmal geschieht.
Der französische Anbieter von Zusatzdaten und Zusatzdiensten für GPS-Navigationssysteme, Navx, warf Google Inc vor, seine dominante Marktposition ausgenutzt und den AdWords-Zugang für Navx ohne jegliche Bekanntgabe geschlossen zu haben. Beim von Google betriebenen Service AdWords bezahlen Unternehmen dafür, dass der Link zu ihren Unternehmenshomepages bei gewissen Suchergebnissen auf Google erscheint. Als diese Mängel in der Transparenz bei dem AdWords-Service Ende Juni 2010 bekannt wurden, reagierte die französische Regulierungsbehörde und verlangte vom Konzern eine Wiederaktivierung des Zugangs von Navx sowie eine deutliche Klarstellung der AdWords-Bedingungen innerhalb der nächsten vier Monate. Es soll eventuell noch erwähnt werden, dass bereits drei weitere Beschwerden aufgrund dieses AdWords-Services von Google bei der Europäischen Kommission eingelangt sein sollen.
Um die Suchergebnisse mit größtmöglicher Zielgenauigkeit an entsprechende Werbeeinschaltungen koppeln zu können, braucht Google möglichst viele Informationen über den Nutzer. Skeptiker befürchten die Entwicklung des Unternehmens zu einem allmächtigen Konzern, der über jeden Online-Nutzer Profile hat und die Informationsgesellschaft beherrscht. Durch den hohen Marktanteil hat Google ein Quasi-Monopol auf den Zugang zu den Informationen im Internet. Welche Benutzerdaten erfasst werden und wofür man diese Daten verwendet, kann nicht nachvollzogen werden. Datenschutzexperten werfen Google eine zu lange Speicherung der Suchanfragen und den damit in Verbindung stehenden IP-Adressen zur Auswertung der Anfragen vor.Die Bürgerrechtsorganisation Privacy International stellte Google im Jahr 2007 ein schlechtes Zeugnis aus. Während gar kein Unternehmen die Bestnote erhielt, erhielt Google als einziges der 23 untersuchten Internet-Unternehmen die schlechteste Bewertung „datenschutzfeindlich“. Am besten schnitten BBC, eBay, Last.fm, LiveJournal und Wikipedia ab.
Im Buch „Die Google-Falle“ wird der Suchmaschinenbetreiber Google scharf angegriffen. Die Vorwürfe reichen von unkontrollierter Datensammelwut, Datenschutzverletzungen bis zur Missachtung von Menschenrechten. Laut dem Autor dieses Buches gibt es zahlreiche Patente auf Methoden, mit denen Internet-Nutzer verfolgt, analysiert und kategorisiert werden.Im Jahr 2007 wurde Google neben Microsoft und Yahoo zu einer Geldstrafe von drei Millionen US-Dollar verurteilt. Allen Unternehmen wurde vorgeworfen, zwischen 1997 und 2007 Werbung für Glücksspielangebote gemacht zu haben. Keiner der beschuldigten Konzerne gestand jedoch seine Schuld offiziell ein.
Zum angeblichen Ausgleich einer steuerlichen Diskriminierung möchte Google Inc zukünftig mehr an homosexuelle Angestellte bezahlen als heterosexuellen Ehepaaren in dem Konzern. Bisher waren Beiträge steuerpflichtig, welche für die Gesundheitsversicherung von homosexuellen Partnerschaften bezahlt wurden, wobei jene für heterosexuelle Ehepartnern steuerfrei waren. Nun aber möchte der Konzern homosexuellen Angestellten zusätzlich den Differenzbetrag erstatten. Diese Vorgehensweise allerdings stößt auf Kritik und wird als „umgekehrte Diskriminierung“ bezeichnet. Google Inc ist schon lange für seine Offenheit für homosexuelle Partnerschaften bekannt.