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Google Inc

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
US38259P5089 Handel/Gewerbe Internet Dienstleistung KGV-C 15-20
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
21.805 118.210,100 USD NEIN

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Internetdienste, Software 100.00%

Überblick

Google ist der Name einer amerikanischen Aktiengesellschaft, die auf Suchdienste spezialisiert ist. Die Internet-Seite Google ging im Jahr 1998 online und hat seither den Ruf als weltweit größte Suchmaschine erzielt. Man schätzt, dass 80 Prozent der weltweiten Suchanfragen über Google ausgeführt werden. Für Informationssuchende ist die Google-Suchmaschine ein kostenloser Dienst. Seine Umsätze erzielt Google, indem es Kunden die Möglichkeit bietet, Online-Werbung zu schalten. Der Name „Google“ entstand aus dem mathematischen Begriff „Googol“, der für eine 1 gefolgt von 100 Nullen steht. Das Wortspiel mit diesem Begriff spiegelt die Absicht des Unternehmens wieder, die Fülle an Informationen zu organisieren, die im Internet verfügbar sind. Eric Schmidt, CEO, formuliert das Unternehmensziel so: „Unser Ziel ist es nicht, Geld zu verdienen, sondern die Welt zu verändern.“ Trotzdem hat es Google bereits unter die zehn größten Unternehmen der USA geschafft.

Produkte

Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, sämtliche im World Wide Web vorhandenen Informationen zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Google betreibt Websites in vielen internationalen Domains. Der Kernbereich des Konzerns ist nach wie vor die Internet-Suche, Google bietet jedoch auch eine Reihe weiterer Services an wie beispielsweise Blogsoftware, Maildienst und Google-News.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Seit einiger Zeit stellt Google Inc den Service Street View in den USA, in Teilen Europas sowie in Japan, Australien und mehr zur Verfügung, bei welchem Straßennetze, Nationalparks und fast alle Städte dieser angegebenen Länder erfasst und im Internet ersichtlich sind. Dieser Dienst von Google Inc geriet nun unter starke Kritik. Erstmals kritisierten Deutschland und Australien Street View, da neben der Bilderfassung von Straßen auch ungesicherte WLAN-Daten aufgenommen wurden. Versehentlich, wie der Konzern behauptet. Allerdings sollen Hinweise aufgetaucht sein, welche eine dauerhafte Erfassung dieser WLAN-Daten bestätigen würden. Im Juni 2010 geriet Google Inc auch in den Vereinigten Staaten dafür in Kritik. Man fordert eine sofortige Klärung sowie eine Sicherstellung, dass diese WLAN-Datenerfassung nicht noch einmal geschieht.

Der französische Anbieter von Zusatzdaten und Zusatzdiensten für GPS-Navigationssysteme, Navx, warf Google Inc vor, seine dominante Marktposition ausgenutzt und den AdWords-Zugang für Navx ohne jegliche Bekanntgabe geschlossen zu haben. Beim von Google betriebenen Service AdWords bezahlen Unternehmen dafür, dass der Link zu ihren Unternehmenshomepages bei gewissen Suchergebnissen auf Google erscheint. Als diese Mängel in der Transparenz bei dem AdWords-Service Ende Juni 2010 bekannt wurden, reagierte die französische Regulierungsbehörde und verlangte vom Konzern eine Wiederaktivierung des Zugangs von Navx sowie eine deutliche Klarstellung der AdWords-Bedingungen innerhalb der nächsten vier Monate. Es soll eventuell noch erwähnt werden, dass bereits drei weitere Beschwerden aufgrund dieses AdWords-Services von Google bei der Europäischen Kommission eingelangt sein sollen.

Um die Suchergebnisse mit größtmöglicher Zielgenauigkeit an entsprechende Werbeeinschaltungen koppeln zu können, braucht Google möglichst viele Informationen über den Nutzer. Skeptiker befürchten die Entwicklung des Unternehmens zu einem allmächtigen Konzern, der über jeden Online-Nutzer Profile hat und die Informationsgesellschaft beherrscht. Durch den hohen Marktanteil hat Google ein Quasi-Monopol auf den Zugang zu den Informationen im Internet. Welche Benutzerdaten erfasst werden und wofür man diese Daten verwendet, kann nicht nachvollzogen werden. Datenschutzexperten werfen Google eine zu lange Speicherung der Suchanfragen und den damit in Verbindung stehenden IP-Adressen zur Auswertung der Anfragen vor.

Die Bürgerrechtsorganisation Privacy International stellte Google im Jahr 2007 ein schlechtes Zeugnis aus. Während gar kein Unternehmen die Bestnote erhielt, erhielt Google als einziges der 23 untersuchten Internet-Unternehmen die schlechteste Bewertung „datenschutzfeindlich“. Am besten schnitten BBC, eBay, Last.fm, LiveJournal und Wikipedia ab.

Im Buch „Die Google-Falle“ wird der Suchmaschinenbetreiber Google scharf angegriffen. Die Vorwürfe reichen von unkontrollierter Datensammelwut, Datenschutzverletzungen bis zur Missachtung von Menschenrechten. Laut dem Autor dieses Buches gibt es zahlreiche Patente auf Methoden, mit denen Internet-Nutzer verfolgt, analysiert und kategorisiert werden.

Im Jahr 2007 wurde Google neben Microsoft und Yahoo zu einer Geldstrafe von drei Millionen US-Dollar verurteilt. Allen Unternehmen wurde vorgeworfen, zwischen 1997 und 2007 Werbung für Glücksspielangebote gemacht zu haben. Keiner der beschuldigten Konzerne gestand jedoch seine Schuld offiziell ein.

Zum angeblichen Ausgleich einer steuerlichen Diskriminierung möchte Google Inc zukünftig mehr an homosexuelle Angestellte bezahlen als heterosexuellen Ehepaaren in dem Konzern. Bisher waren Beiträge steuerpflichtig, welche für die Gesundheitsversicherung von homosexuellen Partnerschaften bezahlt wurden, wobei jene für heterosexuelle Ehepartnern steuerfrei waren. Nun aber möchte der Konzern homosexuellen Angestellten zusätzlich den Differenzbetrag erstatten. Diese Vorgehensweise allerdings stößt auf Kritik und wird als „umgekehrte Diskriminierung“ bezeichnet. Google Inc ist schon lange für seine Offenheit für homosexuelle Partnerschaften bekannt.


FER-Bewertungskommentar

Datenschutzexperten sehen die Entwicklung des Unternehmens als besorgniserregend. Es kann nicht nachvollzogen werden, welche Benutzerdaten gespeichert und wofür diese Daten verwendet werden. Außerdem wird Google eine zu lange Speicherung der Daten vorgeworfen. Google reagiert weder auf Kritik von Datenschützern noch auf firmeninterne Anträge. Im Jahr 2007 wurde Google von der Bürgerrechtsorganisation Privacy International mit der Bewertung „datenschutzfeindlich“ das schlechteste Zeugnis von 23 kontrollierten Internet-Unternehmen ausgestellt. Der Konzern wurde für seinen Service Street View kritisiert, da zusätzlich du den Bildern von Straßennetzen, welche für dieses Service benötigt werden, auch ungesicherte WLAN-Daten erfasst worden sind. Ob dies versehentlich oder absichtlich geschehen ist, wird nun geprüft.