100621

Hewlett-Packard Co

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
US4282361033 Technologie/Telekommunikation Computer-Hardware KGV-B 10-15
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
304.000 82.528,470 USD JA

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Computer-Hardware umfassend 72.50%
Anwendungs-Software 24.45%
Finanzdienste spezialisiert 2.25%
Technologie/Telekommunikation 0.80%

Überblick

Hewlett-Packard Co, kurz HP, ist ein führendes US-amerikanisches Technologieunternehmen mit Hauptsitz im kalifornischen Palo Alto, das im Jahr 1939 gegründet wurde und Mitarbeiter in weltweit mehr als 170 Ländern beschäftigt. Der Technologiekonzern gliedert sich in drei Geschäftsbereiche: Personal Systems Group, welcher PCs und mobile Endgeräte für den privaten und geschäftlichen Einsatz herstellt, Imaging and Printing Group, welcher für InkJet- und LaserJet-Drucker sowie professionelle Drucklösungen, Druckerzubehör, Digitalfotografie und Digital Entertainment zuständig ist, und Technology Solutions Group, welcher IT-Lösungen für größere Unternehmen zur Verfügung stellt.

Produkte

Hewlett-Packard Co bietet Desktop-PCs, Notebooks, Monitore, Software-Produkte, Drucker und Faxgeräte, Speicherlösungen, Taschenrechner und Workstations für den Privatgebrauch sowie für den Businessbereich an.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Im Jahr 2006 wurde ein großer Spionageskandal im Unternehmen aufgedeckt. Ausgeplauderte Firmeninterna, bespitzelte Konzernführer und Journalisten sowie allerlei offene Rechnungen wurden bekannt. Die Verwaltungsratschefin des Konzerns, Patricia Dunn, wurde zur Mitverantwortung für fragwürdige Aktionen zum Aufspüren undichter Stellen gezogen, da diese Anfang des Jahres 2005 Detektive beauftragt hatte, ein „Leck“ in der Führerschaft des Unternehmens zu finden. Hewlett-Packard Co hatte nämlich festgestellt, dass Insider-Informationen von Beratungen des Direktoriums an die Öffentlichkeit drangen. Die Detektive gingen bei der Suche allerdings nicht sachgemäß vor, da sie mit Vorgabe einer falschen Identität an Telefondaten von Mitarbeitern und Journalisten kommen wollten. Als Medien-Informant enttarnte man Direktor George Keyworth, welcher wenig später zurückgetreten war. Insgesamt kostete der Skandal vier Topmanagern ihren Arbeitsplatz, darunter auch Patricia Dunn. Hewlett-Packard Co zahlte Ende 2006 rund 14,5 Millionen US-Dollar, um sich aus der internen Spitzelaffäre um Ex-Aufsichtsratschefin Patricia Dunn frei zu kaufen. Ein Strafrechtsprozess blieb dem Konzern somit erspart.

Aufgrund der Akquisition mit EDS (Electronic Data Systems) im Jahr 2008 wurde Hewlett-Packard erstmals in die „Liste der Top 100 waffenproduzierenden Unternehmen“ aufgenommen, welche jährlich vom Stockholm International Peace Research Institute veröffentlich wird. HP „schaffte“ den Sprung von null auf Platz 30.

Hewlett-Packard geriet bei seinen chinesischen Kunden aufgrund Qualitätsmängel bei Produkten in Verruf, da Bildschirme ausfielen oder gar Grafikkarten überhitzten. Dafür entschuldigte sich der Konzern aber im März 2010 öffentlich und bot kostenlose Reparaturen sowie Garantieverlängerung an.

Im März 2010 wurde bekannt, dass Hewlett-Packard MicroJet, einen Hersteller von billigen Druckerpatronen, verklagt. Es sollen nämlich mit den verkauften Produkten Patente verletzt worden sein. Desweiteren wird MicroJet vorgeworfen, originale HP-Patronen als Waren des chinesischen Konzerns Mipo Technology zu vermarkten. Nun fordert Hewlett-Packard einen Verkaufsstopp für diese Druckerpatronen sowie eine Schadensersatzzahlung.

Hewlett-Packard Co ist aktives Mitglied der Initiative Business Leaders Initiative on Human Rights, die sich enorm für Menschenrechte einsetzt. Die 13 beteiligten Unternehmen versuchen durch diese Initiative Wege zu finden, das Thema Menschenrechte besser in unternehmerische Entscheidungsprozesse einzubinden und für ihre Mitarbeiter ein positives und wärmeres Wohlfühl-Klima zu schaffen.

Hewlett-Packard Co rief in Zusammenarbeit mit dem Global Digital Solidarity Fund und dem Swiss Institute for Materials Science and Technology ein Projekt ins Leben, das sich mit dem Problem der zunehmenden Menge an Elektroschrott in Afrika beschäftigt. Gemeinsames Ziel ist, gesundheitliche Belastungen und die Gefahren für die Umwelt zu verringern, die durch unsachgemäße Entsorgung von Elektroschrott entstehen. Zudem sollen auch Arbeitsplätze in benachteiligten Gemeinden geschaffen werden. Überdies gab der Konzern an, bis zum Jahr 2010 seine CO2-Emissionen um rund 15 Prozent reduzieren zu wollen.


FER-Bewertungskommentar

HP wurde im Jahr 2010 aufgrund der Akquisition mit EDS erstmal in die Liste der Top 100 waffenproduzierenden Unternehmen aufgenommen (Platz 30). Im Unternehmen Hewlett-Packard Co wurde im Jahr 2006 ein großer Spionageskandal aufgedeckt. Da interne Unternehmensdaten nach außen gelangt waren, veranlasste die Verwaltungsratschefin des Konzerns Detektive unter Vorspiegelung einer falschen Identität Telefondaten von Mitarbeitern und Journalisten zu überprüfen. Der Konzern zahlte jedoch etliche Millionen US-Dollar Strafe, um einen Strafrechtsprozess zu vermeiden. Das Unternehmen ist an der Initiative Business Leaders Initiative on Human Rights beteiligt, die sich sehr für Menschenrechte einsetzt und für ein passendes Arbeitsklima sorgt. Außerdem setzte sich der Technologiekonzern zum Ziel, bis zum Jahr 2010 seine CO2-Emissionen um rund 15 Prozent zu senken.