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ENI SpA

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
IT0003132476 Rohstoffe/Erdöl/Erdgas Integrierte Erdöl- und Erdgasbetriebe KGV-A < 10
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
78.417 62.123,120 EUR JA

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Umfassende Erdöl- und Erdgasbetriebe 40.71%
Erdöl/Gas-Raffinierung & Vermarktung 40.30%
Erdöl /Gas-Exploration & Produktion 13.18%
spezielle Chemikalien 5.46%
Rohstoffe/Erdöl/Erdgas 0.35%

Überblick

Eni SpA ist ein italienischer Erdöl-und Erdgasversorger, der auch als Agip bekannt ist, und gilt als größter Tankstellennetz-Betreiber Italiens. Das Unternehmen wurde im Jahr 1926 als Agip gegründet und im Jahr 1953 in die neugegründete Eni SpA integriert. Der Konzern hat seinen Sitz in der italienischen Hauptstadt Rom und ist in weltweit 70 Ländern vertreten. 1931 wurde ein Vertrag mit der Sowjetunion über die Lieferung von Rohöl abgeschlossen. Im Jahr 1985 ging Eni SpA an die Börse und wurde teilweise privatisiert.

Tätigkeitsfelder und Produkte

Eni SpA fördert und raffiniert Öl und Gas, ist in der Petrochemie tätig und beteiligt sich zudem an Unternehmen, die Atomstrom erzeugen, beispielsweise an Union Fenosa Gas.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Eni SpA ist an problematischen Projekten beteiligt, beispielsweise an der Ölförderung und am Bau einer Pipeline in Ecuador. Es werden Regenwälder bedroht und zerstört.

Auch in afrikanischen Staaten wie Sudan oder Nigeria fördert Eni SpA Öl, wobei die Exploration wegen Korruption und geringen Umweltstandards bedenklich ist. Im Kongo sollen, verursacht durch das Öl, hohe Staatsschulden auf die Konzerne Total und Agip zurückgehen.

Der Konzern war außerdem am Bau einer aus Umweltschutzgründen umstrittenen Pipeline im Kaukasus beteiligt.

Im April 2005 sollen tausende Menschen durch die gewaltsame Räumung eines Elendsviertels obdachlos geworden sein.

Eni plant nun gemeinsam mit Total S.A. Atomkraftwerke im Nahen Osten zu errichten, was wegen der instabilen Lage in der Region kritisiert wird.

Das Unternehmen war zudem am Bau der OCP-Pipeline beteiligt. Durch die Bauführung sei die Trinkwasserversorgung von 40 Städten gefährdet. Es kam zu Zwangsumsiedelungen ohne Entschädigung, was zur Entwurzelung der Indigenas und deren Abwanderung in die Slums der Großstädte führte. Außerdem besteht im Zuge des Pipelinebaus Korruptionsverdacht, wobei Gegner und Demonstranten von der Regierung angegriffen wurden. Inzwischen hat das Unternehmen seine Anteile verkauft.

Im Juni 2010 gab Eni bekannt, das Appaloosa-Projekt im Golf von Mexiko zu beenden. Der Ölkonzern handelt nach der im Frühjahr 2010 geschehenen Umweltkatastrophe im Golf vom Mexiko vorbildhaft, indem es Tiefsee-Bohrungen stoppt.

Im Jahr 2007 konnte das Unternehmen ungefähr 11.000 Tonnen CO2-Emissionen reduzieren. Die Ölaustritte gingen erfreulicherweise auch zurück. Eni SpA startete Biodiversitätsprojekte in Val D‘Agri, Ecuador und in der Arktis. Außerdem publiziert Eni SpA seine Zahlungen, die der Konzern in Nigeria leistet, um Korruption zu verhindern.

Das Unternehmen engagiert sich in verschiedenen Sozial- und Umweltprojekten.


FER-Bewertungskommentar

Eni SpA ist an Ölförderungs- und Pipelineprojekten in Gebieten, die aufgrund der Umweltschutzstandards und Menschenrechtssituation problematisch sind, beteiligt. Das Unternehmen investiert in die Erforschung von erneuerbaren Energien. Der Konzern machte Fortschritte, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Eni SpAveröffentlicht Zahlungen an Nigeria, um Korruption zu verhindern, und fördert außerdem Umwelt- und Sozialprojekte. Der Konzern ist an Atomstrom erzeugenden Unternehmen beteiligt und plant zudem die Errichtung von Atomkraftwerken im Nahen Osten.