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Metro AG

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
DE0007257503 Konsumgüter Lebensmitteleinzelhandel KGV-B 10-15
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
251.650 13.709,460 EUR NEIN

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Lebensmitteleinzelhandel 100.00%

Überblick

Die Metro Group zählt zu den größten internationalen Handelsunternehmen. Gegründet wurde der Konzern im Jahre 1996, als die Handelsunternehmen Asko Deutsche Kaufhaus AG, Kaufhof Holding AG und Deutsche SB-Kauf AG miteinander verschmolzen. In den folgenden Jahren expandierte Metro weiter ins Ausland und ist heute in rund 32 Ländern der Welt vertreten. Der Konzern unterteilt sich in Metro Cash & Carry (Selbstbedienungsgroßhandel, der Erste wurde 1964 eröffnet), Real SB-Warenhäuser (Entstehung 1992), die Elektrofachmärkte Media Markt (Gründung 1979), Saturn (seit 1985) und Galeria Kaufhof (deren Grundstein 1879 gelegt wurde).

Produkte

Die Metro Group vertreibt Lebensmittel, Haushaltswaren, Elektrogeräte, Textilien, Spielzeug, Schmuck, Schönheitsartikel, Schreibwaren und Bücher, Sport- und Fitnessgeräte und Matratzen und Heimtextilien.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Metro AG geriet im Dezember 2007 aufgrund Verdachts auf Gammelfleisch in die Medien. Metro AG gab an, bis zur Klärung dieses Falles sämtliche Produkte der Fleischzulieferer nicht mehr zu verkaufen. Ein verdächtigter Geflügelfleischproduzent behauptete, kein schlechtgewordenes Fleisch verkauft zu haben. Außerdem behaupteten Mitarbeiter dieses Unternehmens, niemals verdorbenes Fleisch verpackt zu haben. Ehemalige Mitarbeiter allerdings machten die gegenteilige Aussage, dass schlechtgewordenes Putenfleisch eine andere Verpackung mit neuer Etikettierung bekommen haben soll. Die Staatsanwaltschaft startete mit der Prüfung des Falles.

Laut einer Studie von Oxfam bezieht Metro Bananen und Ananas von Zulieferern, die massiv Menschen- und Arbeitsrechte verletzen. Es wird auch Obst angeboten, das stark mit Pestiziden verseucht ist.

Metro wurde auch kritisiert, ein SB-Warenhaus mit niedrigsten Löhnen eröffnet zu haben.

Kritik kommt von Datenschützern, da Metro in seinen Kundenkarten für seinen Future Store RFID Chips eingebaut hat. Dadurch ist es möglich, über Funksignale das genaue Kaufverhalten der Kunden zu erfassen.

Ebenso wurde das Unternehmen für eine von Media Markt irreführende Werbung kritisiert, in der behauptet wurde, es werde keine Mehrwertsteuer verlangt.

Laut einer Studie von Oxfam haben die deutschen großen Einzelhändler wie Metro, Aldi, Lidl und Rewe einen hohen Marktanteil in Deutschland, das ihnen einen großen Einfluss bei der Preisgestaltung sichert und indirekt auf die Bedingungen der Arbeiter der Zulieferer hat. Am Beispiel von Bananen- und Ananaszulieferern zeigt sich, dass dieses Gewicht oft negative Auswirkungen auf Preis und Arbeitsbedingungen hat.

Der Konzern Metro möchte aufgrund der starken Regenwaldabholzung künftig nur noch Papier beziehen, für das keine Urwälder gerodet werden. Das Unternehmen bietet auch Sojaprodukte an, die in Österreich hergestellt wurden und deshalb nicht zur Zerstörung der Regenwälder beitragen.

Laut eigenen Angaben weist die Real SB-Warenhaus GmbH mit Plakaten und Regalinformationen auf Eier aus artgerechter Tierhaltung hin.

Mit der Handelsmarke „Grünes Land“ kennzeichnet der Konzern Lebensmittel aus kontrollierter ökologischer Landwirtschaft.

Das Unternehmen ist der Business Social Compliance Initiative (BSCI), einem weltweit einheitlichen Businesscodex, beigetreten, welche die Einhaltung von Mindeststandards und gerechte Entlohnung zu gewährleisten helfen soll.

Der Konzern bietet in seinem Sortiment Produkte mit Fair-Trade-Siegel an, außerdem werden viele Fisch- und Meeresfrüchteartikel angeboten, die nachhaltigen Fischfang garantieren.

Metro unterstützt laut Nachhaltigkeitsbericht bedürftige Menschen mit Lebensmittel, die im Wirtschaftskreislauf nicht mehr benötigt werden.


FER-Bewertungskommentar

Der Konzern ist bemüht, Zulieferer zu meiden, die verantwortlich für die Zerstörung des Regenwaldes sind. Laut einer Studie bezieht der Konzern Bananen und Ananas von Zulieferern, die sich massiven Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen schuldig machen. Das Unternehmen ist der Business Social Compliance Initiative beigetreten, um Menschen- und Arbeitsrechte bei Zulieferern besser kontrollieren zu können. Kritik hagelt es nicht nur bezüglich sehr niedrigen Löhnen im deutschen Handel, sondern auch wegen der RFID-Methode, durch die viele Daten über die Kunden erforscht werden können. Es wurde im Jahr 2007 vermutet, dass der Konzern verdorbenes Fleisch verkauft. Dieser Verdacht veranlasste Metro, sämtliche Produkte eines gewissen Geflügelfleischproduzenten aus den Regalen zu nehmen, solange bis der Fall geklärt sei. Ein Verfahren gab es gegen das Unternehmen wegen irreführenden Vermarktungsstrategien und Wettbewerbsverzerrung. Fair Trade-Produkte und solche anderer Gütesiegel werden vom Konzern vertrieben.