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Iberdrola SA

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
ES0144580Y14 Energie/Versorger Stromerzeuger/ Versorger konventionell KGV-B 10-15
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
32.228 27.448,640 EUR NEIN

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Gemischte Versorger & nicht regulierte Energiehersteller und -verteiler 81.11%
Elektrische Anlagen, Anlagenbau 8.59%
Stromerzeuger/ Versorger erneuerbare Energie 7.27%
Energie/Versorger 3.03%

Überblick

Iberdrola, mit Sitz im spanischen Bilbao, zählt zu den größten Energieunternehmen weltweit. Der Konzern ist auch in der Telekommunikations- und der Immobilienbranche tätig. Im Jahr 1901 wurde das Unternehmen in Spanien unter dem Namen Hidroeléctrica Ibériac gegründet. Nach einer Fusion im Jahr 1944 nannte sich die Firma Iberduero. 1991 kommt es zum Zusammenschluss von Hidroeléctrica Española und Iberduero. In Südamerika kaufte sich der Konzern Electropaz und Elfeo (Bolivien), Coelba (Brasilien) sowie Beteiligungen an Empresa Eléctrica de Guatemala (EEGSA). Weiters wurden Energy Works (Amerika) und im Jahr 2007 Scottish Power übernommen. Im Jahr 2008 kam das nordamerikanische Unternehmen Nord East Corporation dazu.

Produkte und Dienstleistungen

Zum Kerngeschäft des Konzerns gehört die Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Vermarktung von Elektrizität und Naturgas.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Kontroversen gab es um die Abschaltung des spanischen Atomkraftwerks Garona, das den beiden Unternehmen Iberdrola und Endesa zu jeweils 50 Prozent gehört und bereits im Jahr 1970 gebaut wurde. Die Technik soll veraltet sein, außerdem soll um die Hälfte mehr Abfall produziert werden als in einem moderneren Kraftwerk. Gegen die Abschaltung kam es zu Protesten von Endesa und Iberdrola. Die Politik hat sich der Atomlobby gebeugt und eine Verlängerung der Betriebsdauer beschlossen.

Einen hohen Anteil am Energiemix nehmen Kombikraftwerke ein. Diese sind im Gegensatz zu konventionellen thermischen Kraftwerken sehr energieeffizient. Iberdrola entwickelt gerade solarthermische Kraftwerke in Spanien. Diese nutzen die Wärme der Sonne, die dann in Strom umgewandelt wird. Der Konzern hat einen großen Teil der erneuerbaren Energien im Jahr 2007 in das neu gegründete Tochterunternehmen Iberdrola Renovables ausgelagert, die Strom aus Windkraft, Solarenergie, Kleinwasserkraftwerke, Biomassekraftwerke und Wellenkraftwerke erzeugt. Fast ein Drittel ihrer Windkraftanlagen sind in den Vereinigten Staaten installiert, wo es Hoffnung auf Mittel aus dem Konjunkturpaket gibt.

Das Unternehmen achtet auf die Reduzierung der CO2-Emissionen. So zog es sich beispielsweise aus einem Kohlekraftwerkprojekt in Brunsbüttel zurück. Der Anteil an erneuerbaren Energien ist überdurchschnittlich hoch.


FER-Bewertungskommentar

Die CO2-Emissionen des Konzerns betrugen im Jahr 2008 rund 289 Gramm pro Kilowattstunden. Der europäische Durchschnitt beträgt gegenwärtig etwa 380 g/kWh. Der Konzern produziert und handelt mit Atomstrom, wobei die Eigenproduktion im Jahr 2008 bei 17,52 Prozent lag. Der Anteil an erneuerbaren Energien am Energiemix (Eigenproduktion) lag 2008 bei 44,2 Prozent. Das Unternehmen achtet auf die Reduzierung von CO2-Emissionen. Einen hohen Anteil machen die energieeffizienten Kombikraftwerke aus.