
| ISIN | FER Branchengruppe 1 | FER Branchengruppe 4 | FER-eKGV |
|---|---|---|---|
| CZ0005112300 | Energie/Versorger | Stromerzeuger/ Versorger konventionell | KGV-A < 10 |
| Mitarbeiter | Marktkap. in Mio. EUR | Währung | Global Compact Mitglied |
|---|---|---|---|
| 32.707 | 18.705,380 | CZK | NEIN |
| Branchen | Umsatz |
|---|---|
| Strom/Vertrieb | 54.58% |
| Stromerzeuger/ Versorger konventionell | 43.41% |
| Nicht erneuerbare Brennstoffe | 2.01% |
Die CEZ AG ist Eigentümer des Kernkraftwerks Temelin, das mit erhöhtem Sicherheitsrisiko betrieben wird. Die fehlerhaften Sicherheitsventile sollen noch immer nicht erneuert worden sein. Außerdem werden immer wieder Störfälle gemeldet, obwohl dies nicht im Sinne des Melker Protokolls, ein Abkommen zwischen dem Bundesland Oberösterreich und der Tschechischen Republik, ist.
CEZ drängt stark zum Ausbau des Atomkraftwerks Temelin und möchte auch weitere Atomkraftwerke vergrößern, da der Konzern der Meinung sei, dies wäre die einzige nutzvolle Lösungsmöglichkeit, um den CO2-Ausstoß weltweit zu senken sowie die Strompreise zu verringern. Das Energieunternehmen gab an, mit dem Betrieb der erweiterten Blöcke des Kraftwerks bis zum Jahr 2020 beginnen zu wollen. Als die Erweiterungspläne vor einger Zeit bekannt gemacht wurden, reichte das Land Oberösterreich Beschwerde ein, da die Umweltschutzbestimmungen in der Tschechischen Republik nicht EU-konform sein sollen und die vier Varianten des geplanten Reaktortypen zudem noch nie zuvor dauerhaft getestet wurden.
CEZ sowie zwei anderen Energieversorgern werden im Juni 2010 vom Staat Bulgarien Lizenzverstöße vorgeworfen. Es soll sich um Auslagerungen von Dienstleistungen sowie um die Verrechnung von überteuerten Preisen handeln. Nun wird laut bulgarischen Medienberichten eine Strafzahlung in Höhe von etwa 511.300 Euro oder sogar mehr gefordert.Das Atomkraftwerk Dukovany produziert jährlich knapp 44 Tonnen ausgebrannten Brennstoff, wobei beide Atomkraftwerke während ihrer gesamten Betriebszeit insgesamt 3.000 Tonnen ausgebrannten Brennstoff erzeugen.
Es laufen noch immer Proteste von rund 116 Gemeinden der Tschechischen Republik gegen ein unterirdisches Endlager von Müll, wobei das Problem der Endlagerung jeden einzelnen Betreiber von Kernkraftanlagen betrifft. Die ungelöste Problematik der radioaktiven Abfälle stand auch im Mittelpunkt der großen Informationskampagne des Landes Oberösterreich in Tschechien im Sommer 2003. Desweiteren zählt das von CEZ AG betriebene Braunkohlekraftwerk Prunéøov zu einem der größten CO2-Verursacher der Europäischen Union.
Im Mai 2009 wurde zwischen den Vertretern der staatlichen slowakischen Energiegesellschaft JAVYS und der tschechischen CEZ AG ein Vertrag über den Bau eines neuen Atomkraftwerks in Jaslovske Bohunice unterzeichnet. Mit dem Bau des neuen Atomkraftwerks soll im Jahr 2010 begonnen und im Jahr 2020 anstelle der mittlerweile stillgelegten Anlage V-1 in Betrieb genommen werden. Der slowakische Wirtschaftsminister Lubomir Jahnatek gab bekannt, dass es sich um eine Investition in der Höhe zwischen vier und sechs Milliarden Euro handeln würde.
Das Unternehmen begann in den vergangen Jahren mit der Durchführung von Programmen zur Schadstoffsenkung der Kraftwerke. Der Wasserkraft kommt hierbei enorme Bedeutung zu – es werden rund 17 Wasserkraftwerke betrieben. Desweiteren spielt Biomasse eine große Rolle, außerdem sind zwei Windparks sowie eine Solaranlage in Betrieb, die vor allem zu Schauzwecken installiert wurde.