
| ISIN | FER Branchengruppe 1 | FER Branchengruppe 4 | FER-eKGV |
|---|---|---|---|
| DE0005003404 | Konsumgüter | Fußbekleidung | KGV-C 15-20 |
| Mitarbeiter | Marktkap. in Mio. EUR | Währung | Global Compact Mitglied |
|---|---|---|---|
| 39.155 | 8.643,767 | EUR | NEIN |
| Branchen | Umsatz |
|---|---|
| Schuhe | 45.55% |
| Bekleidung & Luxusgüter | 44.21% |
| Freizeitartikel & Spielzeug | 10.24% |
Laut einem Report von Greenpeace im Juni 2009 soll die zunehmende Rinderzucht den Amazonas-Regenwald stark bedrohen. Rund 80 Prozent der Fläche des abgeholzten Regenwalds dient als Nutzfläche für die Rinder. Das Rindfleisch soll beinahe gänzlich von den Bewohnern der umliegenden Orte konsumiert werden, während das gewonnene Leder allerdings in die großen Schuhfabriken nach China, Italien und in dem Vietnam exportiert wird, von wo aus man dann den gesamten europäischen Markt mit den aus Leder produzierten Schuhen oder sonstigen Lederprodukten beliefert. Solche Unternehmen wie Adidas, Nike, Carrefour, Gucci oder IKEA profitieren stark von diesem günstigen Leder, wofür der Regenwald jedoch abgeholzt wird.
Einige große Konzerne, unter anderem auch Adidas, Unilever, Puma oder Nokia, kündigten an, zukünftig keine giftigen Chemikalien in der Herstellung ihrer Produkte, seien es Sportschuhe, Mobiltelefone, Spielzeugartikel, Parfums oder Hautpflegeprodukte, zu verwenden. Greenpeace konnte nämlich giftige Chemikalien im Regenwasser, im Hausstaub und teilweise sogar im Blut der Konsumenten nachweisen. Adidas jedoch gab bekannt, momentan nur auf Giftstoffe bei der Herstellung von Sportschuhen zu verzichten. Parfums und Hygieneprodukte sollen erst später Chemikalien-frei werden.
Da Adidas immer wieder wegen der schlechten Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben kritisiert wurde, stellte das Unternehmen einen Weltdirektor für soziale Fragen ein. Dem Konzern wird immer wieder vorgeworfen, von Ausbeutung und Kinderarbeit in sogenannten „Sweatshops“ zu profitieren. Fußbälle sollen größtenteils von Kindern zusammengenäht werden.Bei der Hauptversammlung 2008 klagte eine ehemalige Näherin Sonia Lara aus El Salvador das Unternehmen aufgrund der Zahlung von „Hungerlöhnen für einen Akkordmarathon“, da Näher in El Salvador lediglich 100 Euro im Monat verdienen. Der Arbeitsdruck soll zudem ständig zunehmen.
In dem Adidas-Zulieferbetrieb Hermosa im mittelamerikanischen El Salvador waren Arbeiterinnen entlassen worden, da sie sich gegen die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, die gegen exzessive Arbeitszeiten von bis zu 20 Stunden täglich und den miserablen Lohn protestierten. Der Konzern bemüht sich jedoch sehr, die Erwartungen im sozialen Bereich zu erfüllen, denn Verbraucher entscheiden zunehmend nach ethischen Kriterien.Adidas unterstützte ein privates, jährlich stattfindendes Autorennen, das sogenannte Gumball 3000, das in Deutschland als illegal angesehen wird. Im Jahr 2007 kam dabei ein unbeteiligter Albaner bei der Kollision mit einem teilnehmenden Fahrzeug, dessen Fahrer ein Überholverbot missachtet hatte, ums Leben. Die Frau des Albaners erlag nach einigen Tagen im Koma ihren schweren Verletzungen. Erst daraufhin distanzierte sich Adidas von der Rallye und stieg aus dem Sponsoring aus.