
| ISIN | FER Branchengruppe 1 | FER Branchengruppe 4 | FER-eKGV |
|---|---|---|---|
| ES0148396015 | Handel/Gewerbe | Einzelhandel: Mode | KGV-C 15-20 |
| Mitarbeiter | Marktkap. in Mio. EUR | Währung | Global Compact Mitglied |
|---|---|---|---|
| 92.301 | 31.771,150 | EUR | JA |
| Branchen | Umsatz |
|---|---|
| Bekleidung & Luxusgüter | 75.43% |
| Textilien | 24.57% |
Im Sommer 2008 streikten Angestellte der Handelskette Zara in Stuttgart aufgrund befristeter Arbeitsverträge und des damit verbundenen Druckes. Außerdem wurde der tariflose Zustand beim spanischen Textilhändler kritisiert, denn trotz des steigenden Gewinnes weigerte sich das Unternehmen, seine Angestellten gemäß den Tarifverträgen des Einzelhandels zu entlohnen.
Zudem wurde bekannt, dass Mitarbeiter der Zara Filialen im östlichen Deutschland mehrere hundert Euro weniger erhalten als jene im Westen, wodurch rund 37 Prozent weniger Personalkosten anfallen. Grund dieser Gehaltsdifferenzen ist der niedrige Umsatz der Filialen im Osten des Landes, weswegen die Mitarbeiter als Mittragende des Geschäftsrisikos herangezogen werden.
Eine portugiesische Zeitung deckte im Jahr 2006 Kinderarbeit bei der Produktion von Schuhen für Zara im Norden Portugals auf. Das Rohmaterial soll von einem Lieferwagen in ein stark von Arbeitslosigkeit betroffenes Dorf transportiert und anschließend an Kinder verteilt worden sein. Diese besuchten nicht mehr die Schule, sondern widmeten sich der Produktion der Schuhe, um das Familieneinkommen zu erhöhen. Als der Artikel veröffentlicht wurde, herrschte tiefe Erschütterung im Bekleidungskonzern. Bereits im Jahr davor kündigte das Unternehmen Verträge mit 400 Subunternehmen aufgrund der Missachtung des Verhaltens-Kodex über Kinderarbeit und Mindestlöhne.Inditex führt auch Kleidungsstücke aus biologisch angebauter Baumwolle in seinem Sortiment. Da Baumwolle als die bedeutsamste Faser für die weltweite Produktion von Textilien gilt, werden die Baumwollstauden aufgrund der wachsenden Nachfrage unter großem Einsatz von Energie, Wasser, Düngemitteln und Pestiziden gehalten, wodurch beispielsweise ein Kilogramm Baumwolle bis zur Ernte zwischen 7.000 und 30.000 Liter Trinkwasser benötigt.
Bei einem Ethik-Test, der soziales Verhalten, Umwelt, Produktpolitik und Transparenz von großen Textilhandelsunternehmen prüfte, schnitt das Unternehmen Zara mittelmäßig ab und erreichte 48 von 100 möglichen Punkten.
Die zu Inditex SA gehörende Modekette Zara steigert ihren Gewinn aufgrund des großen Erfolges in den Schwellenländern. Hauptaugenmerk wurde auf Russland gelegt – der erste Shop in Tokio wurde zudem eröffnet. Zara soll nun als umsatzstärkste Textil-Einzelhandeslkette weltweit gelten.