
| ISIN | FER Branchengruppe 1 | FER Branchengruppe 4 | FER-eKGV |
|---|---|---|---|
| BMG3122U1457 | Handel/Gewerbe | Einzelhandel: Mode | KGV-B 10-15 |
| Mitarbeiter | Marktkap. in Mio. EUR | Währung | Global Compact Mitglied |
|---|---|---|---|
| 11.500 | 5.629,069 | HKD | NEIN |
| Branchen | Umsatz |
|---|---|
| Bekleidung & Luxusgüter | 78.70% |
| Textilien | 12.20% |
| Schuhe | 9.10% |
Immer mehr Unternehmen, darunter auch ESPRIT, zählen aufgrund der Bedürfnisse ihrer Kunden auf die Vermarktung von Bekleidung aus ökologischer Baumwolle. Im Gegensatz zum handelsüblichen Rohstoff wird bei Bio-Baumwolle auf den Einsatz von Pestiziden und auf synthetische Düngung verzichtet. Gentechnisch veränderte Pflanzen werden verboten – es werden keine Entlaubungsmittel eingesetzt. Bedauerlicherweise wird Bio-Baumwolle anschließend nicht ökologisch korrekt weiterverarbeitet, da dies zu teuer wäre. Darum werden die auf biologischer Baumwolle gefertigten Textilien ebenso mit chemischen Zusätzen behandelt. Beispielsweise würde das Färben der Textilien mit Naturfarbe etwa zwei Euro pro Kilogramm kosten, der Einsatz von chemischen Farben jedoch nur 60 Cent.
Bei einem Ethik-Test, der Umwelt, Produktpolitik, soziales Verhalten und Transparenz von Unternehmen der Bekleidungsindustrie prüfte, schnitt ESPRIT äußerst schlecht ab, denn von hundert möglichen Punkten erreichte der Konzern lediglich vier.
Im Jahr 2007 soll ESPRIT ein Damen-Shirt verkauft haben, das von indischen Kindern unter unmenschlichen Bedingungen in sogenannten „Sweat-Shops“ angefertigt wurde, woraufhin sich die Geschäftsleitung äußerst bestürzt zeigte und jegliche Zusammenarbeit mit dem Auftragnehmer beendete. Eines der Kinder, die dort gearbeitet hatten, wurde ausfindig gemacht und seitdem eine Ausbildung finanziert. Nach weiteren Kindern wird noch gesucht.
Im Jahr 2008 teilte ESPRIT mit, ein SOS-Kinderdorf in Indien zu bauen, indem 140 Kinder in 14 Familienhäuser Platz finden sollen. Außerdem sind ein eigener Kindergarten sowie ein Sozialzentrum, das Mädchen und Frauen dabei helfen soll, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, in Planung. Das SOS-Kinderdorf soll im Jahr 2010 eröffnet werden.