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Esprit Holdings Ltd

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
BMG3122U1457 Handel/Gewerbe Einzelhandel: Mode KGV-B 10-15
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
11.500 5.629,069 HKD NEIN

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Bekleidung & Luxusgüter 78.70%
Textilien 12.20%
Schuhe 9.10%

Überblick

ESPRIT Holding Ltd ist ein Handelsunternehmen für Kleidung, Accessoires, Schuhe, Kosmetik und Schmuck mit Hauptsitzen im deutschen Ratingen, auf den Bermudas und im chinesischen Kowloon. Der Grundstein für die Gründung des Unternehmens wurde im Jahr 1968 gelegt, als Susie und Doug Tompkins ihre erste ESPRIT-Kollektion aus dem Fond ihres Kombis heraus verkauften. Drei Jahre später wurde der Unternehmensbereich ESPRIT de.corp geschaffen und damit sieben Produktlinien. Im selben Jahr entstand die ESPRIT Far East Group, woraufhin der Status des Unternehmens stetig wuchs und ESPRIT Umsätze in Höhe von über 100 Millionen US-Dollar zu verzeichnen begann. Daraufhin wurden internationale Partnerschaften in Hongkong – die erste Filiale wurde im Jahr 1983 eröffnet – und Deutschland – die erste Filiale wurde im Jahr 1986 eröffnet – gegründet. Weltweit führt der Konzern rund 770 eigene Filialen und etwa 12.000 Verkaufsstellen anderer Händler in mehr als 40 Ländern. Die Markenbekanntheit von ESPRIT wächst kontinuierlich, nicht zuletzt durch Mithilfe des ESPRIT Online-Shops.

Produkte

ESPRIT führt 13 eigene Produktlinien und deckt damit die Bereiche Women’s Wear, Men’s Wear, Kid’s Wear und edc youth, sowie Schuhe und Accessoires ab. Außerdem vertreibt das Unternehmen Bademode sowie die Kosmetikmarke Red Earth und Haushaltsartikel. Die Modelinie des Unternehmens ist jung und dynamisch. Beinahe 90 Prozent des Umsatzes wird in Europa erwirtschaftet.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Immer mehr Unternehmen, darunter auch ESPRIT, zählen aufgrund der Bedürfnisse ihrer Kunden auf die Vermarktung von Bekleidung aus ökologischer Baumwolle. Im Gegensatz zum handelsüblichen Rohstoff wird bei Bio-Baumwolle auf den Einsatz von Pestiziden und auf synthetische Düngung verzichtet. Gentechnisch veränderte Pflanzen werden verboten – es werden keine Entlaubungsmittel eingesetzt. Bedauerlicherweise wird Bio-Baumwolle anschließend nicht ökologisch korrekt weiterverarbeitet, da dies zu teuer wäre. Darum werden die auf biologischer Baumwolle gefertigten Textilien ebenso mit chemischen Zusätzen behandelt. Beispielsweise würde das Färben der Textilien mit Naturfarbe etwa zwei Euro pro Kilogramm kosten, der Einsatz von chemischen Farben jedoch nur 60 Cent.

Bei einem Ethik-Test, der Umwelt, Produktpolitik, soziales Verhalten und Transparenz von Unternehmen der Bekleidungsindustrie prüfte, schnitt ESPRIT äußerst schlecht ab, denn von hundert möglichen Punkten erreichte der Konzern lediglich vier.

Im Jahr 2007 soll ESPRIT ein Damen-Shirt verkauft haben, das von indischen Kindern unter unmenschlichen Bedingungen in sogenannten „Sweat-Shops“ angefertigt wurde, woraufhin sich die Geschäftsleitung äußerst bestürzt zeigte und jegliche Zusammenarbeit mit dem Auftragnehmer beendete. Eines der Kinder, die dort gearbeitet hatten, wurde ausfindig gemacht und seitdem eine Ausbildung finanziert. Nach weiteren Kindern wird noch gesucht.

Im Jahr 2008 teilte ESPRIT mit, ein SOS-Kinderdorf in Indien zu bauen, indem 140 Kinder in 14 Familienhäuser Platz finden sollen. Außerdem sind ein eigener Kindergarten sowie ein Sozialzentrum, das Mädchen und Frauen dabei helfen soll, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, in Planung. Das SOS-Kinderdorf soll im Jahr 2010 eröffnet werden.


FER-Bewertungskommentar

ESPRIT schnitt bei einem Ethik-Test äußerst schlecht ab, bei dem Umweltbelangen, soziales Verhalten uns sonstiges geprüft wurde. Zudem gab es einen Skandal über Kinderarbeit. Allerdings erweist es sich als äußerst schwierig, jeden einzelnen Zulieferbetrieb vor Ort zu kontrollieren. ESPRIT vermarktet zunehmend Textilien aus biologisch angebauter Baumwolle und möchte im Jahr 2010 ein SOS-Kinderdorf in Indien eröffnen.