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McDonald's Corp

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
US5801351017 Handel/Gewerbe Restaurants KGV-C 15-20
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
385.000 58.627,390 USD JA

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Restaurants 70.41%
Umfassende kommerzielle Dienstleistungen 29.59%

Überblick

McDonald's Corporation ist der weltweit führende Konzern von Fast-Food-Restaurants. Der Hauptsitz des Unternehmens liegt im US-amerikanischen Oak Brook, Illinois. Gegründet wurde der Konzern, der heute in weltweit über hundert Ländern bereits mehr als 30.000 Filialen errichtet hat, im Jahr 1940. Mehr als 70 Prozent der Filialen werden von unabhängigen Franchisenehmern geführt. McDonald's stellt dem Franchisenehmer das schlüsselfertige Restaurant und die Verbrauchsmaterialien zur Verfügung. In Österreich ist McDonald's mit 162 Restaurants vertreten.

Produkte

McDonald's Restaurants gliedern sich in drei Hauptvarianten: I–-Stores - befinden sich in Einkaufszentren, Bahnhöfen oder in bereits existierenden Gebäuden in Innenstädten. Freestander - Neubauten am Stadtrand, in Autobahnnähe oder Hauptverkehrsstraßen. Satellites - sehr kleine Restaurants ohne Sitzplatzmöglichkeit und eingeschränktem Produktangebot. Seit einigen Jahren gibt es auch die McCafes, die Kaffeespezialitäten und Süßspeisen anbieten. Der Lebensmittelhersteller Kraft Foods beliefert McDonald's ausschließlich mit nachhaltig erzeugtem Kaffee.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

McDonald’s wurde im Jahr 2005 von Foodwatch für seine Werbekampagne für Burger-Brötchen kritisiert, in der angegeben wurde, dass diese rein aus Weizen, Hefe, Wasser und etwas Salz und Zucker bestehen würden. Allerdings wurde von Foodwatch festgestellt, dass sich auch chemische Zusatzmittel in diesen Brötchen befinden, die Emulgatoren E471 und E472e. Laut Lebensmittelgesetz ist das Wort „natürlich“, welches McDonald‘s in seiner Werbekampagne benutze, verboten, wenn Emulgatoren für die Zubereitung der Burger-Brötchen verwendet werden. McDonald’s wurde aufgefordert, diese Kampagne zu stoppen und musste daraufhin eine strafbewehrte Unterlassungsverpflichtung unterschreiben. Wie Foodwatch jedoch herausgefunden hatte, verwendete der Fast-Food-Konzern im Internet weiterhin das Wort „natürlich“ und musste daraufhin der vereinbarten 10.000 Euro Strafzahlung an Foodwatch nachkommen. Eine Privatperson klagte Ende des Jahres 2008 McDonald’s Schmerzensgeld aufgrund seelischen Leidens und verlangte in den Vereinigten Staaten drei Millionen US-Dollar. Dieser Mann hatte in einem McDonald’s Restaurant sein Mobiltelefon vergessen, woraufhin dieser die Angestellten dieses Restaurants darüber informiert hatte. Die Angestellten hätten eine Sicherstellung des Handys versprochen, bis der Mann es abholen käme. Allerdings tauchten kurze Zeit später die auf dem Handy gespeicherten Nacktfotos der Ehefrau dieses Mannes im Internet auf sowie persönliche Daten wie Name, Wohnadresse und Telefonnummer. Der Fast-Food-Konzern wollte sich diesbezüglich nicht äußern. Als eines der größten und bekanntesten Unternehmen der Welt ist McDonald's häufig Gegenstand begründeter aber auch unbegründeter Kritik. Der Konzern hat regelmäßig Probleme mit Verbraucherschützern, Ernährungswissenschaftlern, Gewerkschaftern und Umweltschützern. Durch diverse gerichtliche Auseinandersetzungen gerät die Fast-Food-Kette immer wieder in die Medien.

Jährlich verarbeitet McDonald's Deutschand rund 24.000 Tonnen Hühner und 36.000 Tonnen Rindfleisch. Das Hauptfutter der Tiere ist Soja. In riesigen Soja-Monokulturen wird die Pflanze angebaut, wofür massenhaft Urwald gerodet wird, um genug Anbaufläche zu erhalten. Im Jahr 2006 versicherte McDonald's jedoch, kein Soja mehr von Urwaldgebieten zu kaufen. Der Konzern bemüht sich, seine Produkte regional zu beziehen.

Zu den Vorwürfen gegen McDonald's gehören vor allem die Ausbeutung schlecht bezahlter, meist ausländischer Arbeitskräfte, die Behinderung von Gewerkschaften und Betriebsräten, Umweltschädigung durch industrielle Agrarproduktion und ein hoher Anfall von Verpackungsmüll.

In den letzten Jahren haben Wohlstandskrankheiten stark zugenommen und werden häufig durch falsche Ernährung ausgelöst. McDonald's wird vorgeworfen, in seinem Produktsortiment zahlreiche fett- und zuckerhaltige und damit auch hochkalorische Produkte zu verkaufen. Dadurch sollen die Geschmacks- und Ernährungsgewohnheiten vieler Bevölkerungskreise negativ beeinflusst werden. Der Konzern bemüht sich jedoch dem entgegenzusteuern, indem dieser Listen mit Kalorienangaben veröffentlicht und verstärkt Salate und Obst anbietet.

Ein heikles Thema sind die Transfettsäuren, die sich vor allem in frittierten Speisen von McDonald's befinden. Auch in Donuts, Apfeltaschen und Hamburgern wurde ein sehr hoher Anteil von Transfetten nachgewiesen. In den USA hat man festgestellt, dass besonders jene Menschen, deren Durchschnittseinkommen sehr gering ist, von Übergewicht betroffen sind. Das liegt zum Teil daran, dass diese von den Ein-Dollar-Menüs geködernt werden. So kommen diese Menschen zu einem billigen aber meist ungesunden Essen. Seit einigen Jahren bemüht sich McDonald's, die Transfette durch andere Fette zu ersetzen.


FER-Bewertungskommentar

McDonald's musste im Jahr 2005 an Foodwatch 10.000 Euro Strafe zahlen, da der Fast-Food-Konzern in einem seiner Werbekampagnen über Burger-Brötchen behauptete, die Brötchen wären natürlich zubereitet. Foodwatch wies jedoch nach, dass sich chemische Zusatzstoffe in diesen Brötchen befinden und forderte aufgrund dieser Werbelüge eine Strafzahlung. Der Großkonzern ist sehr bemüht, Prozesse und Angriffe von Umweltschützern zu vermeiden. Besonderes Augenmerk wird auf Hygiene und Transparenz gelegt. Die Produkte werden größtenteils regional eingekauft. Durch Kalorienangaben und eine Verringerung der Transfettsäuren versucht der Konzern Übergewicht entgegenzuwirken. Die McDonald's Kinderhilfe Stiftung unterstützt seit über 20 Jahren schwerkranke Kinder und deren Eltern.