
| ISIN | FER Branchengruppe 1 | FER Branchengruppe 4 | FER-eKGV |
|---|---|---|---|
| US1101221083 | Gesundheitswesen | Pharmazeutika/Produkte | KGV-B 10-15 |
| Mitarbeiter | Marktkap. in Mio. EUR | Währung | Global Compact Mitglied |
|---|---|---|---|
| 28.000 | 33.093,800 | USD | NEIN |
| Branchen | Umsatz |
|---|---|
| Pharmazeutika/Medikamente | 86.01% |
| Pharmazeutika/Nahrungsergänzungsmittel | 13.99% |
Im Mai 2007 hat sich das Pharmaunternehmen in einem Gerichtsverfahren um sein blutdrucksenkendes Medikament Plavix für schuldig bekannt. Das Unternehmen hat hinsichtlich eines Patentverfahrens gegenüber den Bundesbehörden die Unwahrheit gesagt. Das Patentverfahren sei dazu geeignet gewesen, den Wettbewerb auf dem Markt der blutdrucksenkenden Medikamente zu beeinflussen, um die beabsichtigte Kostensenkung für die betroffenen Patienten und Anwender von Plavix zu verhindern. Das Unternehmen muss eine Strafe in Höhe von einer Million US-Dollar zahlen. Auch um das Medikament Vepesid wurde vor Gericht verhandelt. Bristol-Myers Squibb hat das Krebs-Mittel mit einem Aufschlag von 1.131 Prozent verkauft.
Im „Schwarzbuch Markenfirmen“ von Klaus Werner und Hans Weiss, in dem unzählige Machenschaften der Weltkonzerne beschrieben werden, wird Bristol-Myers Squibb mehrfach erwähnt, unter anderem aufgrund Finanzierung unethischer Medikamentenversuche, Behinderung eines Entwicklungslandes bei der Herstellung und Vermarktung lebenswichtiger Medikamente sowie unseriöser Praktiken bei Ausschaltung der Konkurrenz.
Die US-Arzneimittelbehörde FDA forderte den Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb und einen weiteren auf, das Medikament Erbitux zur Erstbehandlung von Kopf- und Halskrebs mithilfe eines neuen Tierversuchs zu testen. Daraufhin erklärten die beiden Unternehmen unter Berufung auf die Behörde im Frühjahr 2009, dass das Medikament für diese Art von Erstbehandlung zuvor nicht zugelassen werde.Laut der Tierschutzorganisation NAVS führt der Pharmakonzern Tierversuche durch. Die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche kritisiert, dass beim Testen von Arzneimittelwirkungen immer noch Tierversuche die Basis bilden. Tierversuche könnten unerwartete Nebenwirkungen beim Menschen und Arzneimittel-Katastrophen nicht verhindern und Tiere leiden völlig umsonst große Qualen. Die Organisation plädiert für ein grundlegendes Umdenken in der Medizin. Bristol Myers Squibb hat bei dem Versuchslabor HLS Tierversuche in Auftrag gegeben. Dieses Labor ist bekannt dafür extrem grausame Praktiken anzuwenden.
Laut eigenen Angaben engagiert sich das Unternehmen sehr für die Umwelt durch weniger Schadstoff-Emissionen, geringere Abfallmengen sowie durch sparsamen Wasser- und Energieverbrauch. Außerdem übernimmt Bristol-Myers Squibb Patenschaften für bedrohte Pflanzen- und Tierarten und gründete im Jahr 1999 eine Initiative zur Aufklärung über Prävention und Behandlung von AIDS bei Frauen und Kindern in Afrika.