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Bayerische Motoren Werke AG

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
DE0005190003 Industrie Automobilhersteller KGV-B 10-15
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
95.787 26.932,970 EUR JA

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Automobilhersteller 71.20%
Finanzdienste spezialisiert 26.23%
Motorradhersteller 2.30%
Industrie 0.27%

Überblick

Bayerische Motorenwerke AG, kurz BMW, ist ein deutscher Automobilhersteller, der im Jahr 1916 als Bayerische Flugzeug-Werke gegründet und 1917 in Bayerische Motoren Werke GmbH umbenannt wurde. Der Konzern, mit Hauptsitz in München, beschäftigt Mitarbeiter an 24 Standorten in weltweit 13 Ländern, unter anderem in Deutschland, Österreich, Großbritannien, Südafrika, in den USA und in China. BMW produziert Fahrzeuge der Marken MINI, BMW und Rolls-Royce. Der größte Einzelgesellschafter des Unternehmens ist Familie Quandt/Klatten mit 46,6 Prozent.

Produkte und Dienstleistungen

BMW produziert Automobile aus den Kategorien Klein- und Sportwagen, Motorräder, Motoren und Fahrräder und bietet außerdem umfassende Finanzdienstleistungen für Privat- und Geschäftskunden wie Finanzierung und Leasing, Miete, Vermögensmanagement, Händlerfinanzierung und Flottengeschäft an.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigte im März 2008 den Automobilhersteller BMW sowie vier weitere Autokonzerne aufgrund illegaler Autowerbung und Kundentäuschung an. In den Plakat-Werbungen wird Klimaschutz und Umweltfreundlichkeit erwähnt, allerdings werden keine Angaben über CO2-Emissionen gemacht, was als gesetzeswidrig gilt. Denn laut Personenkraftwagen-Verbraucherinformationsgesetz müssen auf allen Autowerbungen auf Plakaten, Aushängen und Zeitungsinseraten der CO2-Ausstoß und Treibstoffverbrauch angegeben werden, sodass Kunden ein genaues Bild über die neu beworbenen Automodelle erhalten.

Ende des Jahres 2007 wurde BMW zusammen mit Daimler und Porsche mit dem Preis Worst-Lobby Award ausgezeichnet. Die EU versuchte seit Beginn des Jahres 2007 ein Gesetz zur Reduktion von CO2-Emissionen bei Autos zu entwickeln, wobei die angeführten Unternehmen jedoch eine starke Lobbykampagne gegen dieses Gesetz betrieben, um dessen Einführung hinauszuzögern. In dieser Lobbykampagne ging es um nicht notwendige Panikmache sowie massive Drohungen mit Produktionshallenschließung sowie Arbeitsplatzverluste.

Im Jahr 2006 wurde gegen einen Einkaufsleiter des Unternehmens Anklage erhoben. Ihm wurde vorgeworfen, eine Millionen Euro von Zulieferern erhalten zu haben. Im Gegenzug soll er Tipps und Hinweise geliefert haben, wie sie den Zuschlag für bestimmte Aufträge gewinnen konnten. In diesem Korruptionsfall wurden neben zwei weiteren ehemaligen BMW-Beschäftigten rund 27 Mitarbeiter von sechs Automobilzulieferern beschuldigt.

BMW reduzierte den CO2-Ausstoß seiner in Deutschland verkauften Automobile innerhalb zwei Jahren um 31,5 Gramm pro Kilometer und liegt seit dem Jahr 2008 mit einem CO2-Ausstoß von 158 g/km deutlich unter dem deutschen Durchschnitt. Allerdings würden diese Einsparungen überwiegend mit Dieselfahrzeugen erreicht, die wesentlich teurer sind als PKWs mit Ottomotoren und außerdem durch ihre höheren Stickoxidemissionen stärker zur Klimaerwärmung beitragen.

Alle Produktionswerke der BMW Group sind nach den internationalen Umweltmanagementsystemen ISO 14001 zertifiziert bzw. nach dem Öko-Audit der Europäischen Union EMAS validiert. Damit ist die BMW Group der erste und bislang einzige Automobilhersteller, der seine Produktionswerke weltweit mit international einheitlichen Umweltstandards versehen hat. Außerdem wurde in der im Frühjahr des Jahres 2008 veröffentlichten Studie eines Berliner Instituts und einer Belfaster Universität bekannt, dass die Produktion der Automobile von BMW und Toyota am umweltfreundlichsten wäre.

Mitarbeiter des Automobilherstellers fertigten im BMW Werk Rosslyn anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Demokratie in Südafrika eine limitierte Auflage von zehn BMW 3er Fahrzeugen, die weltweit versteigert wurden. Der Erlös aus der Versteigerung kam dem Nelson Mandela Children's Fund zugute, der sich unter anderem für AIDS infizierte Kinder einsetzt. Niederlassungen des Konzerns in den USA, Australien, Großbritannien und Neuseeland schlossen sich dieser Aktion an, um Mittel für den Fonds zu sammeln. Außerdem unterstützt BMW seit dem Jahr 2000 den Wiener Life Ball, eine der größten AIDS-Benifiz-Veranstaltungen der Welt, und stellt jeweils einen von einem berühmten Designer speziell für diesen Anlass gestalteten MINI zu Gunsten von AIDS-Projekten zur Verfügung. Im Jahr 2005 erzielte beispielsweise der von Donatella Versace designte MINI einen Rekorderlös von rund 120.150 Euro.

Außerdem gründete der Konzern zwei Stiftungen: die BMW Stiftung Herbert Quandt wurde 1970 von der BMW AG als Herbert Quandt Stiftung in Anerkennung der Verdienste Herbert Quandts um das Unternehmen BMW gegründet, und die im Jahr 2000 eingerichtete Eberhard von Kuenheim Stiftung, die unternehmerisch-denkende Menschen fördert.


FER-Bewertungskommentar

Der Automobilhersteller BMW AG konnte die CO2-Emissionen seiner Automobile innerhalb von zwei Jahren um 31,5 g/km senken. Dies wurde mit Dieselfahrzeugen bewirkt, die allerdings einen höheren Stickoxidausstoß verursachen. Bei der Herstellung seiner Autos ist BMW sehr umweltfreundlich – alle Produktionsstätten entsprechen den internationalen einheitlichen Umweltstandards. Im Jahr 2006 wurde ein Korruptionsfall bekannt, bei dem ein Einkaufsleiter des Konzerns eine Million Euro von Zulieferern erhalten haben soll. BMW AG wurde im Jahr 2007 mit dem Worst-Lobby Award ausgezeichnet. Im Jahr 2008 wurde der Konzern zusammen anderen Automobilherstellern wegen illegaler Autowerbung und Kundentäuschung angezeigt. Das Unternehmen BMW rief zwei Stiftungen ins Leben und engagiert sich enorm für an AIDS erkranke Menschen, unter anderem mit der Unterstützung des jährlichen Wiener Life Balls.