Überblick
Akzo Nobel ist ein weltweit tätiges Großunternehmen mit Hauptsitz in den Niederlanden und wurde im Jahr 1994 durch den Zusammenschluss von
Akzo und
Nobel Industries gegründet. Die zwei Hauptgeschäftsbereiche sind Beschichten (Farbstoffe und Lacke für Autos, Schiffe usw.) und Chemie (Chlor, Kochsalz, Wasch- und Kosmetikrohstoffe). Das Unternehmen beschäftigt Mitarbeiter in über 80 Ländern. Außerdem führt das Unternehmen die Tochtergesellschaft
Organon BioSciences N.V., die weltweit führend im Bereich der hormonellen Verhütung ist und durch die Entwicklung einer der ersten Antibabypillen bekannt wurde. Dieses Unternehmen beschäftigt sich auch stark mit der Forschung und Entwicklung neuer Methoden zur Empfängnisverhütung. Derzeit laufen sogar Studien in den USA über ein hormonelles Verhütungsmittel für Männer.
Im Jahr 2008 kaufte Akzo Nobel den britischen Konzern
ICI (Imperial Chemical Industries). Außerdem plant man den Verkauf von
Organon BioSciences an den US-Pharmakonzern
Schering-Plough für elf Milliarden Euro.
Produkte
Akzo Nobel stellt unter anderem Farbstoffe, Lacke für Autos und Schiffe, Bautenanstrichmittel (mit den Marken „Sikkens“, Herbol, „Sadolin“ und „Levis“) und Bauklebstoffe („Schönox“) her. Außerdem ist das Unternehmen in der Chemie tätig: vor allem in der Herstellung von Chlor, Kochsalz und anderen Salzen, Schwefelkohlenstoff, Prozesschemikalien für die Papierherstellung, Wasch- und Kosmetikrohstoffe, Konservierungsmittel und andere Lebensmittelzutaten.
Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Akzo Nobel will in Deutschland rund 350 Stellen im Bereich Farben und Lacke streichen. Drei Standorte werden laut eigenen Angaben geschlossen. Mit den Betriebsräten werde über einen Sozialplan verhandelt. Durch die Umstrukturierung sollten Kosten gesenkt und die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Akzo Nobel beschäftigt in Deutschland rund 4.000 Mitarbeiter an 30 Standorten und erzielte dort 2007 rund 900 Millionen Euro Umsatz.
Akzo Nobel legt laut eigenen Angaben Wert auf die Umwelt durch Vermeidung oder Reduzierung von Einflüssen seiner Aktivitäten und Produkte auf die Umwelt mittels angemessener Gestaltungs-, Herstellungs-, Gebrauchs- und Entsorgungspraktiken.
Außerdem soll das Unternehmen Managementpraktiken unterstützen, die dabei helfen, Menschen, Eigentum, Produkte, Prozesse, Informationen und Informationssysteme durch die Weiterentwicklung von Sicherheitsmaßnahmen über die industrielle Wertschöpfungskette zu schützen. Der Konzern gibt zudem bekannt, dass jegliche Form von Arbeitsunfall zu vermeiden versucht wird.
FER-Bewertungskommentar
Akzo Nobel wächst im Bereich Farben und Lacke (Kauf von
ICI) und verabschiedet sich von der Pharmabranche (
Organon). Das Unternehmen gibt gibt an, die Gesundheit seiner Mitarbeiter enorm zu schätzen. Akzo Nobel ist bemüht, Chemieunfälle zu vermeiden. Sämtliche Einrichtungen entsprechen offenbar den geltenden gesetzlichen Vorschriften und Vorgaben.