
| ISIN | FER Branchengruppe 1 | FER Branchengruppe 4 | FER-eKGV |
|---|---|---|---|
| DE0007100000 | Industrie | Automobilhersteller | KGV-B 10-15 |
| Mitarbeiter | Marktkap. in Mio. EUR | Währung | Global Compact Mitglied |
|---|---|---|---|
| 254.779 | 44.455,900 | EUR | JA |
| Branchen | Umsatz |
|---|---|
| Automobilhersteller | 90.77% |
| Finanzdienste spezialisiert | 9.23% |
Anfang 2010 geriet Daimler mit einem Bestechungsskandal in die Schlagzeilen: Das US-Justizministerium beschuldigt den Konzern, in den Jahren 1998 bis 2008 in 22 Ländern dortige Amtsträger bestochen zu haben, um Aufträge zu sichern. Daimler kooperiert mit den Ermittlern, um einem Prozess zu entgehen. Die Rede ist von einer „freiwilligen“ Zahlung von 185 Mio. US$.
Kritisiert wird Daimler AG für den scheinbar fehlenden Willen zum Klimaschutz und für fehlende soziale Verantwortung. Beispielsweise verbraucht der PKW Mercedes R 350 Bluetec im Durchschnitt 8,7 Liter Diesel auf 100 Kilometer, das wiederum zu einem CO2-Ausstoß von 231 Gramm pro Kilometer führt. Gegenwärtig stoßen Daimler-Fahrzeuge rund 178 Gramm CO2 pro Kilometer aus.
Daimler AG beschäftigt zahlreiche Leiharbeiter, wobei die festgeschriebene Quote von maximal vier Prozent an vielen Standorten überschritten wird. Leiharbeiter beziehen beinahe die Hälfte weniger Gehalt als ihre Kollegen, haben keinen Kündigungsschutz und werden auf Arbeitsplätzen mit schlechten Bedingungen eingesetzt.
Das Unternehmen führte dubiose Praktiken im Busgeschäft durch – allem Anschein nach sollen unsaubere Geschäfte mit Bussen in der Türkei und in Usbekistan Hintergrund dafür gewesen sein. Seit dem Jahr 2004 wurden mehrere Fälle von Untreue oder Bestechung bekannt, außerdem soll die Börsenaufsicht der Vereinigten Staaten wegen Schmiergeldaffären in zahlreichen Ländern, vor allem in Afrika, Asien und Osteuropa, ermitteln.Der Konzern zählt zu den größten juristischen Spendern in Deutschland. Seit dem Jahr 2000 sollen bereits über 3,5 Millionen Euro an die Bundestagsparteien gespendet worden sein.
Durch seine Beteiligung an EADS ist Daimler Hauptaktionär an einem Unternehmen, das Landminen, Streubomben und Technologien für Atombomben herstellt.
Der Automobilkonzern gab bekannt, die Vertriebskosten der PKW-Branche um 30 Prozent senken zu wollen, um eine neue, bessere und übersichtlichere Vertriebsorganisation aufzubauen, indem künftig allen Niederlassungsländern gewisse Kostenziele vorgegeben werden sollen.