Überblick
Allianz SE hat ihren Hauptsitz in München und ist, nach Umsatz und Marktkapitalisierung gerechnet, einer der größten Versicherungskonzerne der Welt. Außerdem ist die Allianz-Gruppe eine der führenden integrierten Finanzdienstleister. Rund 75 Millionen Kunden in etwa 70 Ländern werden von den zahlreichen Mitarbeitern des Konzerns bedient. Zu Anfang des Jahres 2009 wurde die
Dresdner Bank an die
Commerzbank verkauft. Seither konzentriert sich der Bankbereich in Deutschland auf die
Oldenburgische Landesbank (OLB). Allianz SE besitzt bedeutende Aktienanteile an einigen großen deutschen Unternehmen wie beispielsweise an
BMW AG, BASF SE oder an
Bayer AG.
Produkte und Dienstleistungen
Die Allianz-Gruppe ist fast ausschließlich im Versicherungsgeschäft tätig. Hauptsächlich werden Schadens- und Unfallversicherungen sowie Lebens- und Krankenversicherungen verkauft. Bankaktivitäten gibt es in Deutschland, Italien und Frankreich. Einen weiteren Geschäftsbereich umfasst das
Asset Management. Dabei werden Vermögenswerte von Privatpersonen und institutionellen Anlegern, aber auch eigenen Tochtergesellschaften im Versicherungsbereich verwaltet.
Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Bis zum Jahr 2008 wollte Allianz rund 7.500 Stellen in Deutschland streichen. Nach dieser Ankündigung gab es massive Proteste der Mitarbeiter. Auffallend war, dass der Konzern zu dieser Zeit recht hohe Gewinne verbuchen konnte und trotzdem so viele Kündigungen erfolgen sollten. Aufgrund von Verhandlungen mit der Gewerkschaft wurde dann aber auf betriebsbedingte Kündigungen bis zum Jahr 2009 verzichtet.
Im Juli 2010 gab Allianz SE an, stark in den Vereinigten Staaten sowie in Asien wachsen zu wollen. Außerdem wurde bekannt gegeben, dass der Konzern in der KFZ-Versicherungsbranche mehr mit internationalen Automobilproduzenten zusammenarbeiten will.
Die Allianz Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2012 etwa 20 Prozent ihrer Emissionen einzusparen. Jede Gruppengesellschaft ist verpflichtet, verbindliche Maßnahmen zu etablieren. Es wird ein CO2-Fußabdruck durch ein globales Umweltmanagementsystem erfasst, wobei das Hauptaugenmerk auf die Bereiche
Energie, Geschäftsreisen und
Papier gelegt wird.
Das Unternehmen hat einen Verhaltenskodex (Code of Cunduct) ausgearbeitet, an den sich weltweit alle Mitarbeiter zu halten haben. Er soll dem Management und den Mitarbeitern Orientierung für ein ethisch und rechtlich einwandfreies Handeln bieten. Der Kodex verbietet unter anderem die Diskriminierung von Mitarbeitern, regelt die Annahme von Geschenken und fordert zum Schutz von natürlichen Ressourcen auf.
FER-Bewertungskommentar
Trotz hoher Gewinne wollte der Konzern im Jahr 2008 rund 7.500 Stellen in Deutschland streichen. Nach Protesten der Mitarbeiter konnte aber eine Lösung gefunden werden. Das Unternehmen will bis zum Jahr 2012 ca. 20 Prozent Emissionen einsparen. Positiv zu bewerten ist auch ein Verhaltenskodex, der zum Schutz natürlicher Ressourcen und zur Orientierung der Mitarbeiter ausgearbeitet wurde.