
| ISIN | FER Branchengruppe 1 | FER Branchengruppe 4 | FER-eKGV |
|---|---|---|---|
| US5324571083 | Gesundheitswesen | Pharmazeutika/Produkte | KGV-A < 10 |
| Mitarbeiter | Marktkap. in Mio. EUR | Währung | Global Compact Mitglied |
|---|---|---|---|
| 40.360 | 31.333,150 | USD | NEIN |
| Branchen | Umsatz |
|---|---|
| Pharmazeutika/Medikamente | 98.70% |
| Biotechnologie/Produkte allgemein | 1.30% |
Eli Lilly & Co erwähnte, dass bis zum Jahr 2011 ein Mitarbeiterabbau von rund 14 Prozent geplant ist. Gestrichen werden etwa 5.500 Arbeitsplätze aufgrund Kosteneinsparung. Durch die aufblühende Konkurrenz von Generika gestaltet es sich als immer schwieriger werdende Aufgabe, dieser Konkurrenz standhaft zu bleiben. Zudem sollen auch noch demnächst bedeutende Patente auslaufen, was zu einem Umsatzrückgang führen könnte.
Im Jahr 1982 brachte der Konzern das nur unzureichend getestete Mittel Benoxaprofen auf den Markt. Das Medikament löste starke allergische Reaktionen und Leberschäden aus, wobei es beispielsweise in Großbritannien zu Hunderten Toten kam.
Ein Pharma-Insider, der über 35 Jahre in dieser Branche tätig war, schrieb im Jahr 2006 einen „Enthüllungsroman“, wobei in diesem Teile seiner Aufgaben erwähnt wurden, unter anderem Gutachter für Medikamente zu bestechen und sich um positiv ausgehende Studien zu kümmern, während Arzneimittelstudien, die einen negativen Studienverlauf hinsichtlich Nebenwirkungen aufwiesen, nicht veröffentlicht wurden. Jahrelang wurden auch potentiell tödliche Nebenwirkungen des Medikaments Zyprexa verharmlost, um die Milliardenumsätze mit dem Präparat nicht zu gefährden. Zyprexa wird zur Behandlung von Schizophrenie und zur kurzzeitigen Therapie manischer Phasen bei einer bipolaren Störung eingesetzt. Nebenwirkungen seien Diabetes, starke Gewichtszunahme und psychische Störungen. In einer Zyprexa-Testgruppe kam es zu 20 Todesfällen, darunter 12 Selbstmorde. In über 28.000 Fällen wurden außergerichtliche Entschädigungszahlungen von insgesamt 1,2 Milliarden US-Dollar geleistet.Das Unternehmen investiert etwa 900 Millionen Euro, um ein neues Medikament zu erforschen, das erst nach zehn bis 12 Jahren der Produktentwicklung auf den Markt gebracht werden kann. Ein Forschungsteam von Eli Lilly (ebenso bei anderen Pharmakonzernen) besteht aus Ärzten, Pharmakologen, Chemikern, Gesundheitsökonomen und technischen Mitarbeitern. Diese Spezialisten überwachen die Entwicklung eines neuen Medikamentes vom Ursprung bis zu den klinischen Studien und kontrollieren Patientenversuchsreihen. Die klinische Entwicklung einer neuen Substanz umfasst meist eine Testreihe an gesunden Freiwilligen, bevor sie an Patienten untersucht wird.
Der Pharmakonzern gab im Juli 2010 bekannt, den Biotechnologiekonzern Alnara zu übernehmen, der sich auf die Herstellung und Entwicklung von Arzneimitteln spezialisiert hat, welche zur Behandlung von Stoffwechselkrankheiten eingesetzt werden. Großen Erfolg könnte beispielsweise die von Alnara entwickelte Ersatztherapie für Pankreas-Enzyme, Liprotamase, aufweisen. Die Kosten der Übernahmen wurden allerdings nicht publiziert.
Eli Lilly & Co entwickelte in den 1920er Jahren das erste Mittel gegen den damals noch tödlichen Diabetes mellitus und ermöglichte im Laufe der Zeit die Massenproduktion des Antibiotikums Penicillin.
Im Jahr 2008 siegte der Pharmakonzern Eli Lilly & Co in einem Wettstreit mit Bristol-Myers Squibb um die US-Biotechfirma ImClone. Der Krebstherapie-Spezialist empfahl seinen Aktionären die Annahme des 6,5 Milliarden US-Dollar teuren Angebots. Nun soll Eli Lilly & Co allerdings selbst als Übernahmekandidat gehandelt werden – Pfizer Inc. und Sanofi-Aventis sollen interessiert sein.