
| ISIN | FER Branchengruppe 1 | FER Branchengruppe 4 | FER-eKGV |
|---|---|---|---|
| NL0000235190 | Industrie | Rüstung & Verteidigung | KGV-D 20-25 |
| Mitarbeiter | Marktkap. in Mio. EUR | Währung | Global Compact Mitglied |
|---|---|---|---|
| 119.860 | 13.862,320 | EUR | JA |
| Branchen | Umsatz |
|---|---|
| Luftfahrt | 66.04% |
| Rüstung & Verteidigung/Geräte | 19.59% |
| Rüstung & Verteidigung | 11.63% |
| Industrie | 2.74% |
Das Unternehmen entwickelt, produziert und verkauft auch Lenkflugkörpersysteme und militärische Kampf- und Trainingsflugzeuge, die als Verteidigungsmaßnahmen dienen. EADS bietet außerdem Schulungen, Tests und technische Dienstleistungen an. Astrium ist in der Entwicklung und Herstellung, im Marketing und Vertrieb von Satelliten, Raumfahrt- Infrastruktur und Trägersystemen aktiv und stellt Raumfahrdienste bereit. Zusätzlich hat die EADS vier Geschäftseinheiten, so genannte „BUs“, – ATR, EFW (Elbe Flugzeugwerke GmbH), EADS Socata und EADS Sogerma. Ihre Aufgabenbereiche umfassen Entwicklung, Herstellung, Marketing und Vertrieb von Turboprop-Flugzeugen für die regionale Luftfahrt, von leichten Verkehrsflugzeugen und von Flugzeugkomponenten, sowie die Umrüstung und Wartung von zivilen und militärischen Flugzeugen.
Der Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge (MTA) konstruiert, produziert und vermarktet Transportflugzeuge. Gemessen am Marktanteil nach bestellten Einheiten und Auftragswert ist die EADS-Tochter Eurocopter der weltweit größte Hubschrauberhersteller. EADS Military Air Systems (MAS), ein integrierter Geschäftsbereich von EADS Defence & Security, umfasst alle Kapazitäten und Kompetenzen der EADS, die zur Entwicklung, Konstruktion, Integration und Produktion von militärischen fliegenden Systemen notwendig sind. MAS bietet außerdem Trainingsdienstleistungen und umfassende Betreuung mittels partnerschaftlichen Einrichtungen für Kunden während der gesamten Nutzungsphase ein. Das größte Programm von EADS Military Air Systems ist gegenwärtig der Eurofighter. MAS ist für die Konstruktion und Fertigung des Rumpfmittelteils und der rechten Tragfläche sowie für das Flugsteuerungssystem aller Flugzeuge verantwortlich. Zudem ist das Unternehmen für die Endmontage der 180 deutschen und 87 spanischen Eurofighter zuständig.
EADS drohen Klagen zweier Anwälte in den USA aufgrund Insidergeschäfte rund um den Airbus A380. Laut dem Bericht des New Yorker "Wall Street Journals" werfen zwei Anwaltskanzleien den Managern und Aktionären des Konzerns Insiderhandel und Irreführung von Investoren vor. Da die Aktien von EADS in den USA jedoch nicht gehandelt werden, berufen sich die klagenden Anwälte bei der Zulässigkeit der Klage auf das nicht geringe US-Geschäft des Konzerns und die zahlreichen US-Investoren. Eine der US-Klagen richte sich gegen die Großkonzerne Lagardère Groupe und Daimler, die große Anteile an EADS verkauft hatten. Die zweite Klage erhebe den Vorwurf der Irreführung von Investoren gegen Manager von EADS, die von den Verzögerungen beim Bau des Riesenjumbos A380 bereits gewusst, jedoch trotzdem Aktien verkauft hatten. Beide Klagen forderten eine Zulassung als Sammelklage. Französische Justizbehörden und die Börsenaufsicht versuchen bereits seit Jahren, die exakte Chronologie der Vorgänge um die Verzögerungen beim Bau des Airbus A380 zu ermitteln. Untersucht wird, wann man von den Verspätungen erfahren hat und ob vor der öffentlichen Bekanntmachung unrechtmäßige Anteilsverkaufe getätigt wurden. Im Juni 2006 wurden erstmals Probleme beim Bau des A380 mitgeteilt, woraufhin die Aktien von EADS um 26 Prozent an einem Tag fielen. Ein EADS-Sprecher erwähnte, das Unternehmen sei von seinen Anwälten noch nicht über die US-Klagen in Kenntnis gesetzt worden. Im Zusammenhang mit den französischen Ermittlungen hatten EADS-Manager und Hauptanteilseigner die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen.
Außerdem wird Airbus vorgeworfen, Daten seiner Mitarbeiter heimlich überprüft zu haben. Im Jahr 2007 sollen von 20.000 Beschäftigten Kontonummern mit jenen von Zulieferern abgeglichen worden sein, da man aufgrund der Datenaffären der Deutschen Bahn und der Deutschen Telekom herausfinden wollte, ob ähnliche Fälle auch bei dem Flugzeughersteller gab. Der Betriebsrat des Unternehmens soll von dieser Geheimaktion nichts gewusst haben.
Der Umsatzanteil der Rüstungssparte betrug im Jahr 2008 etwa 28% des Gesamtumsatzes. EADS kündigte an, seine Rüstungsgeschäfte ausbauen zu wollen, um unabhängiger von der konjunkturanfälligen zivilen Luftfahrt zu werden. Seit den Terroranschlägen des 11. September 2001 wird in diesem Bereich zuverlässig viel Geld investiert – und in vielen Ländern, allen voran den USA, steigen die Militärausgaben kontinuierlich.
Trotz der gegenwärtigen Wirtschaftskrise sieht der Rüstungsvorstand des Konzerns gute Chancen auf steigenden Gewinn, da die Sparte Verteidigung und Sicherheit verbessert wird. Das Rüstungsgeschäft profitiert davon, dass die häufig über Jahrzehnte laufenden Milliardenprogramme kurzfristig nur schwer zu stoppen sind. So wächst auch der US-Verteidigungshaushalt, obwohl es nun zu Kürzungen einiger Schlüsselprojekte kommt. Zudem sehen Experten in Zeiten der Wirtschaftskrise eine erhöhte Nachfrage nach Überwachungs- und Sicherheitssystemen an Landesgrenzen. EADS betätigt sich hier vor allem im Mittleren Osten. So erhielt der Konzern beispielsweise einen Auftrag zur Sicherung der Grenze von Saudi Arabien.
EADS und einige andere Konzerne werden verdächtigt, moderne Antifahrzeugminen zu produzieren. Antifahrzeugminen werden inzwischen in transnationalen Firmenkooperationen hergestellt, sodass einzelne Produzenten oft nur schwer zu benennen sind. Die Bezeichnung „Mine“ wird dabei oft umgangen und stattdessen als „Submunition“ benannt. Auch Streubomben werden und wurden von diesen Konzernen (mit-)produziert.Dem Unternehmen werden einige Fälle von Schmiergeldaffären vorgeworfen, unter anderem steht EADS unter Verdacht, in Österreich beim Kauf von 18 Eurofightern Schmiergeld verteilt zu haben.
Im Juni 2010 stellte EADS bei der Internationalen Luftfahrtausstellung das erste Flugzeug mit Biosprit-Antrieb vor. Als Ersatz für Kerosin sollen Algen verwendet werden, da diese eine ausgezeichnete Energieintensität haben. EADS hat es sich zum Ziel gesetzt, die Kohlendioxid- und Lärmemissionen bis zum Jahr 2050 zu halbieren.