100727

Austriamicrosystems AG

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
AT0000920863 Technologie/Telekommunikation Halbleiter KGV-B 10-15
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
1.087 282,594 CHF NEIN

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Halbleiter 82.80%
Elektronische Geräte umfassend 17.20%

Überblick

Austriamicrosystems AG, auch bekannt unter AMS, ist ein österreichischer Halbleiterhersteller für die Kommunikationsbranche, für Medizin, Unterhaltung, Industrie und Automobilbranche. Hauptsitz des Konzerns liegt im steirischen Unterpremstätten. Gegründet wurde Austriamicrosystems AG im Jahr 1981, jedoch als Joint Venture der American Microsystems Inc und der VOEST Alpine AG. Im Laufe der Geschäftsjahre expandierte der Konzern laufend und eröffnete Vertriebsbüros in zahlreichen Ländern der Welt. Im Jahr 1998 beteiligte sich Austrianmicrosystems AG an der NASA-Weltraummission Deep Space 2, wobei zwei von Austrianmicrosystems AG und Boeing entwickelte integrierte Schaltungen die Energieversorgung der Sonde gesteuert haben. Der Konzern führt eine Partnerschaft mit Taiwan Semiconductor Manufacturing Company.

Produkte und Dienstleistungen

Austriamicrosystems AG produziert Halbleiter, Magnetfeld-Sensoren, Sensorenschnittstellen, tragbare Audiosysteme und Atuomobilzugangssysteme für die Branchen Industrie, Automobile, Medizin, Kommunikation und Unterhaltungselektronik.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Austriamicrosystems AG klagte das Unternehmen Melexis aufgrund einer Patentverletzung bei Magnetfeld-Encoder-Produkten. Melexis vertrieb solche Produkte, obwohl Austriamicrosystems AG das alleinige Verkaufsrecht für Magnetfeld-Encoder besitzt. Im Mai 2010 entschied das Gericht für Austriamicrosystems AG, allerdings gibt Melexis an, Einspruch beim Oberlandesgericht einzureichen, da das Unternehmen stark davon überzeugt ist, dieses Patenverfahren noch zu gewinnen.

Der Konzern gab bekannt, ab Juni 2010 rund 670 Mitarbeiter auf sechsmonatige Kurzarbeit umzustellen. Grund dafür sollen die sinkende Nachfrage und der damit verbundene Produktionsrückgang wegen der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation. Die Arbeitszeiten sollen um rund 30 Prozent gekürzt werden, wobei die Löhne und Gehälter nur einer geringen Kürzung unterzogen werden. Laut aktuellen Studien sollen etwa 50.000 Personen in Österreich in Kurzarbeit eingestellt sein.

Austriamicrosystems AG betont, enorm viel Wert auf Unternehmensethik zu legen und Korruption, Veruntreuung und Erpressung jeglicher Art zu verwehren. Außerdem sollen Kunden- Zulieferer- und Mitarbeiterinformationen mit größter Vertraulichkeit behandelt werden.

Der Halbleiterhersteller ist mit einigen Qualitäts- und Umweltstandards zertifiziert, unter anderem mit der Umweltmanagementnorm ISO 14001, welche Hauptaugenmerk auf die fortlaufende Verbesserung der Umweltleistung in Betrieben legt. Austriamicrosystems AG gibt zudem an, moderne Umwelttechnologien einzusetzen, welche zur Reduktion von Emissionen, Wasserverbrauch und Abfall führen. Desweiteren wurde Austriamicrosystems AG im Jahr 2003 als einziger Halbleiterhersteller in Europa von den Marktforschern der Silicon Strategies unter die weltweit besten Zehn Halbleiterhersteller geführt.


FER-Bewertungskommentar

Austriamicrosystems AG ist in keinerlei Fälle von Lobbyismus, Korruption, Menschen- oder Arbeitsrechtsverletzungen bekannt, wobei vom Konzern großes Augenmerk darauf gelegt wird, dass solche Fälle keineswegs geschehen. Austriamicrosystems AG klagte Melexis auf Patentverletzung von Magnetfeld-Encodern an und bekam vom Gericht Recht zu gesprochen. Der Konzern stellt im Sommer 2010 den Großteil seiner Dienstnehmer aufgrund Nachfragerückgangs auf Kurzarbeit um, die Löhne und Gehälter sollen dabei aber nur gering gekürzt werden. Der Halbleiterhersteller ist zertifiziert mit der Umweltnorm ISO 14001 und gibt an, moderne Technologien einzusetzen, um Abfall, Wasserverbrauch und Schadstoffemissionen enorm zu reduzieren.