
| ISIN | FER Branchengruppe 1 | FER Branchengruppe 4 | FER-eKGV |
|---|---|---|---|
| US0718131099 | Gesundheitswesen | Gesundheitswesen: Ausstatter | KGV-B 10-15 |
| Mitarbeiter | Marktkap. in Mio. EUR | Währung | Global Compact Mitglied |
|---|---|---|---|
| 49.700 | 20.149,690 | USD | NEIN |
| Branchen | Umsatz |
|---|---|
| Biotechnologie/Produkte allgemein | 100.00% |
Im Mai 2010 wurde bekannt, dass der US-amerikanische Schauspieler Dennis Quaid den Pharmakonzern Baxter verklagt. Grund soll eine Medikamentenüberdosis vom Blutverdünnungsmittel Heparin gewesen sein, an der seine neugeborenen Zwillingskinder Ende des Jahres 2007 beinahe verstorben wären. Zurückzuführen sei dieses Unglück auf die ungenaue Angabe der Medikamentendosis auf den Ampullen-Verpackungen, wodurch es zu einer Verwechslung mit einer gefährlichen Überdosis gekommen sei. Den Babys wurde dieses Mittel damals im Cedars-Sinai Krankenhaus in Los Angeles aufgrund einer Infektion verabreicht – jedoch statt der für Kinder empfohlenen 10 Einheiten von Heparin wurden 10.000 verwendet, woraufhin die Neugeborenen mit kritischem Zustand in die Intensivstation eingeliefert werden mussten. Der Schauspieler und seine Frau klagten Baxter auf Schadensersatz. Zuvor erhielten die beiden Elternteile schon 750.000 US-Dollar Schadensersatz vom Krankenhaus.
Im März 2008 wurde der gefährliche Schadstoff Chondroitinsulfat von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde im Blutverdünnungsmittel Heparin festgestellt. Nachdem eine Vielzahl an Patienten nach Einnahme von Heparin über Atemnot, Übelkeit und sinkenden Blutdruck litten, stellte der Konzern die Produktion dieses Medikaments ein. In den Vereinigten Staaten sollen sogar 19 Patienten gestorben sein, wobei nun geprüft wird, ob die Verunreinigung dieses Blutverdünnungsmittels tatsächlich die Todesursache für diese Menschen gewesen sei. Es soll zudem nicht mehr auszuschließen sein, dass diese Verunreinigung absichtlich vorgenommen wurde, da man nachweisen konnte, dass das übersulfatierte Chondroitinsulfat davor chemisch bearbeitet wurde.
Im März 2009 wurde berichtet, dass dem österreichischen Tochterunternehmen Baxter AG wenige Wochen davor ein fürchterliches Missgeschick passiert sein soll. Der Pharmakonzern hat einige mit dem Grippevirus kontaminierte Impfproben für wissenschaftliche Tests an in- und ausländische Labore versendet. In dem tschechischen Labor BioTest testete man diese Proben an Frettchen, woraufhin diese jedoch plötzlich starben. Folglich wurden die Proben einer Untersuchung unterzogen. Wie sich allerdings herausgestellt hatte, beinhalteten diese keinen Impfstoff, sondern das gefährliche Vogelgrippevirus H5N1. Andere Labore, an denen die Proben ebenso geschickt worden waren, kamen zum selben Ergebnis. Anscheinend vertauschte Baxter irrtümlich die Virenproben vor Versendung. Ein Konzernsprecher gab an, dass das Herstellungsverfahren im Labor nun geändert wurde, um solche Verwechslungsmissgeschicke zukünftig zu verhindern.
Baxter legt nach eigenen Angaben viel Wert auf Nachhaltigkeit und führte Nachhaltigkeitsklauseln bei Abschließung von Partnerschaften mit Lieferanten ein. Außerdem ist der Konzern bestrebt, seine CO2-Emissionen zu senken und hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2015 die Abfallmenge und den Energieverbrauch um 30 Prozent zu senken sowie den Wasserverbrauch um 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005 zu verringern.