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Baxter International Inc

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
US0718131099 Gesundheitswesen Gesundheitswesen: Ausstatter KGV-B 10-15
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
49.700 20.149,690 USD NEIN

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Biotechnologie/Produkte allgemein 100.00%

Überblick

Baxter International Inc ist ein weltweit tätiger Pharma- und Medizintechnik-Konzern, dessen Hauptsitz sich im US-amerikanischen Deerfield im Bundesstaat Illinois befindet. Gegründet wurde Baxter International im Jahre 1931 und galt als erster Hersteller von industriell hergestellten Infusionslösungen. Die größten europäischen Standorte befinden sich in Österreich, in Wien und Orth an der Donau, wo hauptsächlich Plasmapräparate und Impfstoffe hergestellt werden. Der Konzern ist bereits mit weit mehr als 250 Niederlassungen in über 100 Ländern der Welt vertreten.

Produkte und Dienstleistungen

Baxter International Inc vertreibt medizintechnische und pharmazeutische Produkte. Das bekannteste Produkt des Konzerns ist das Medikament Advate zur Behandlung der Bluterkrankheit. Außerdem forscht Baxter International laufend in den Bereichen Impfstoffe, Krankheitsbehandlungen und zukünftige Therapieformen.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Im Mai 2010 wurde bekannt, dass der US-amerikanische Schauspieler Dennis Quaid den Pharmakonzern Baxter verklagt. Grund soll eine Medikamentenüberdosis vom Blutverdünnungsmittel Heparin gewesen sein, an der seine neugeborenen Zwillingskinder Ende des Jahres 2007 beinahe verstorben wären. Zurückzuführen sei dieses Unglück auf die ungenaue Angabe der Medikamentendosis auf den Ampullen-Verpackungen, wodurch es zu einer Verwechslung mit einer gefährlichen Überdosis gekommen sei. Den Babys wurde dieses Mittel damals im Cedars-Sinai Krankenhaus in Los Angeles aufgrund einer Infektion verabreicht – jedoch statt der für Kinder empfohlenen 10 Einheiten von Heparin wurden 10.000 verwendet, woraufhin die Neugeborenen mit kritischem Zustand in die Intensivstation eingeliefert werden mussten. Der Schauspieler und seine Frau klagten Baxter auf Schadensersatz. Zuvor erhielten die beiden Elternteile schon 750.000 US-Dollar Schadensersatz vom Krankenhaus.

Im März 2008 wurde der gefährliche Schadstoff Chondroitinsulfat von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde im Blutverdünnungsmittel Heparin festgestellt. Nachdem eine Vielzahl an Patienten nach Einnahme von Heparin über Atemnot, Übelkeit und sinkenden Blutdruck litten, stellte der Konzern die Produktion dieses Medikaments ein. In den Vereinigten Staaten sollen sogar 19 Patienten gestorben sein, wobei nun geprüft wird, ob die Verunreinigung dieses Blutverdünnungsmittels tatsächlich die Todesursache für diese Menschen gewesen sei. Es soll zudem nicht mehr auszuschließen sein, dass diese Verunreinigung absichtlich vorgenommen wurde, da man nachweisen konnte, dass das übersulfatierte Chondroitinsulfat davor chemisch bearbeitet wurde.

Im März 2009 wurde berichtet, dass dem österreichischen Tochterunternehmen Baxter AG wenige Wochen davor ein fürchterliches Missgeschick passiert sein soll. Der Pharmakonzern hat einige mit dem Grippevirus kontaminierte Impfproben für wissenschaftliche Tests an in- und ausländische Labore versendet. In dem tschechischen Labor BioTest testete man diese Proben an Frettchen, woraufhin diese jedoch plötzlich starben. Folglich wurden die Proben einer Untersuchung unterzogen. Wie sich allerdings herausgestellt hatte, beinhalteten diese keinen Impfstoff, sondern das gefährliche Vogelgrippevirus H5N1. Andere Labore, an denen die Proben ebenso geschickt worden waren, kamen zum selben Ergebnis. Anscheinend vertauschte Baxter irrtümlich die Virenproben vor Versendung. Ein Konzernsprecher gab an, dass das Herstellungsverfahren im Labor nun geändert wurde, um solche Verwechslungsmissgeschicke zukünftig zu verhindern.

Baxter legt nach eigenen Angaben viel Wert auf Nachhaltigkeit und führte Nachhaltigkeitsklauseln bei Abschließung von Partnerschaften mit Lieferanten ein. Außerdem ist der Konzern bestrebt, seine CO2-Emissionen zu senken und hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2015 die Abfallmenge und den Energieverbrauch um 30 Prozent zu senken sowie den Wasserverbrauch um 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005 zu verringern.


FER-Bewertungskommentar

Baxter International wurde im Mai 2010 vom US-amerikanischen Schauspieler Dennis Quaid auf Schadensersatz geklagt. Vor zwei Jahren starben seine neugeborenen Zwillingskinder beinahe an einer Überdosis an dem Blutverdünnungsmittel Heparin. Der Pharmakonzern kennzeichnet nämlich die Medikamentendosis äußerst ungenau auf den Verpackungen, wodurch es im Krankenhaus bei der Behandlung der Zwillinge zu einer Dosis-Verwechslung gekommen war. Im Jahr 2008 wurde die Produktion von Heparin eingestellt, da sich immer mehr Patienten über starke Nebenwirkungen beschwerten. In diesem Medikament wurde schließlich der Schadstoff Chondroitinsulfat in übersulfatierter Form festgestellt. Der Tochterkonzern Baxter AG versandte im Jahr 2009 Impfproben an diverse Labore in- und außerhalb Österreichs, wobei ein tschechisches Labor entdeckte, dass sich der gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 in den Proben befand. Baxter AG bedauerte diese Verwechslung der Proben zu tiefst. Der Pharmakonzern möchte bis zum Jahr 2015 Abfallmenge, Energie- und Wasserverbrauch um 30 bzw. 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005 senken.