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Endesa SA

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
ES0130670112 Energie/Versorger Stromerzeuger/ Versorger konventionell KGV-A < 10
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
26.770 19.179,290 EUR JA

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Stromerzeuger/Versorger konventionell 100.00%

Überblick

Endesa S.A. ist das größte spanische Energieerzeugungs- und Energieversorgungsunternehmen, gefolgt von Iberdrola und Gas Natural. Der Unternehmenssitz befindet sich in Madrid. Endesa wurde im Jahr 1944 unter dem Namen Empresa Nacional de Electricidad S.A. als staatliches Unternehmen gegründet. Später erfolgte die schrittweise Privatisierung. Mehrere Übernahmen erfolgten, u.a. wurden Anteile des chilenischen Energieversorgers Enersis erworben. Ein Übernahmeangebot durch den deutschen Energieerzeuger E.ON wurde im Jahr 2007 abgelehnt. Eine Fusion hätte die Entstehung des weltgrößten Stromversorgers bedeutet. Stattdessen erhöhte der italienische Konkurrent Enel seine Anteile an Endesa auf 92%, womit Enel die Kontrolle über die strategische Ausrichtung von Endesa erlangte.

Produkte und Dienstleistungen

Endesa ist ein Energieerzeugungs- und Energieversorgungsunternehmen. Außer in Spanien ist das Unternehmen in Kolumbien, Peru, Brasilien, Chile und Argentinien aktiv und hat insgesamt mehr als 22 Mio. Kunden.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Im von Endesa betriebenen spanischen Atommeiler Asco 1 kam es Ende 2007 zu einem schwerwiegenden Störfall: Durch Nachlässigkeit wurden rund 50 Liter hoch giftiges Wasser und Schlamm in das Notbelüftungssystem geleitet und gelangte in weiterer Folge durch das Lüftungssystem ins Freie. Messgeräte wurden manipuliert und das Kraftwerk weiterbetrieben. Die Panne wurde zuerst verschwiegen und als sie bekannt wurde als unerheblich bezeichnet.

Im ebenfalls Endesa gehörigen Atommeiler Vandellòs II kam es im Jahr 2008 bereits zum zweiten Störfall seit seinem Bestehen. Es kam zu einem Turbinenbrand und der Reaktor musste vorübergehend abgeschaltet werden.

Trotz Widerstandes der indianischen Bevölkerung errichtete Endesa in den Jahren 1998 bis 2002 den drittgrößten Staudamm der Welt, den Ralco in Chile. Endesas Praktiken, um das Vorhaben durchzusetzen, waren wirtschaftliche Erpressung, politisches Lobby und Bedrohung der ansässigen Mapuche- und Pehuenchefamilien, die ihr Land nicht eintauschen wollten. Diese Art der Energiegewinnung greift tief in unsere Umwelt und Kultur ein.

Der Trend geht in Richtung erneuerbare Energie: Auf den Kanaren ist Endesa bereits Marktführer bei Windenergie, an 15 Windparks ist der Konzern beteiligt.


FER-Bewertungskommentar

Im Jahr 2007 kam es zu einem schwerwiegenden Störfall in einem Atommeiler. Die Panne wurde zuerst verschwiegen und dann als unerheblich bezeichnet. Damit nahm Endesa die Gefährdung der MitarbeiterInnen und Besuchergruppen in Kauf. Trotz großen Widerstandes der indigenen Bevölkerung ging 2004 der drittgrößte Staudamm der Welt im chilenischen Ralco in Betrieb. Mapuche- und Pehuenchefamilien wurden vertrieben und man griff tief in das Ökosystem ein. Der Trend geht in Richtung erneuerbare Energie.