100610

bwin Interactive Entertainment AG

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
AT0000767553 Handel/Gewerbe Casinos & Glücksspiel KGV-C 15-20
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
1.501 1.258,484 EUR NEIN

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Casinos & Glücksspiel 100.00%

Überblick

bwin Interactive Entertainment AG – früher als betandwin bekannt – ist ein österreichischer Anbieter von Sportwetten und Online-Spielen und führt seinen Hauptsitz in Wien. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1997 und ist heute auf der ganzen Welt bekannt. Der Konzern bietet allerlei Sportwetten an, wobei aber schnelle Punktsportarten wie Tischtennis oder Beachvolleyball immer mehr an Beliebtheit gewinnen.

Produkte und Dienstleistungen

bwin bietet Sportwetten an – im Jahr 2009 wurden etwa 284 Millionen Wetten platziert. Außerdem entwickelte der Konzern sechs Poker-Varianten sowie über 80 Casino-Spiele und 60 verschiedene Games. Die Homepage des Unternehmens wird täglich von rund 980.000 Kunden genutzt, welche über 15 Millionen Mal pro Tag aufgerufen wird. bwin bietet unteranderem seinen Tochtergesellschaften auch Dienstleistungen im Bereich Softwareentwicklung, Kommunikation, Marketing, Personal- und Finanzwesen.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

bwin Interactive Entertainment AG geriet im August 2008 in Verruf, Chefs von Casinos Austria bespitzelt zu haben. Wie der Konzern auch bestätigt hatte, erteilte bwin einem Sicherheitsberater und früheren Cobra-Chef einen Überwachungsauftrag – mit der Begründung, dass der Konzern ein objektives Bild von seinem Umfeld bräuchte, indem Risiken in bekannten Märkten evaluiert werden sollten.

Im November 2009 forderte der Geschäftsführer von bwin Deutschland, Jörg Wacker, den Stopp von anonymisierten Wetten sowie eine stärkere Limitierung der erlaubten Einsatz- und Gewinnhöhen. Er erwähnte, die Politik sollte das staatliche Monopol auf Glücksspiele abschaffen, denn Monopole würden den Schwarzmarkt fördern. Eine Lösung hierbei wäre ein liberalisierter und stark regulierter Wettmarkt, was sich wiederum positiv auf die Kontrolle von Vorgängen auswirken würde und hilfreich für das Aufdecken von Betrügereien wäre. Einer Studie zufolge soll der Schwarzmarkt nämlich seit dem Jahr 2008 um 370 Prozent gestiegen sein.

Im Juli des Jahres 2009 wurde bwin durch den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof verboten, im deutschen Bayern Sportwetten über das Internet anzubieten sowie für Sportwetten zu werben.

Im Oktober 2009 kursierten Gerüchte über bwin Pokerclient im Internet – es ging um Probleme über die Sicherheit. Der Konzern hatte sich das ongame Pokernetzwerk angeeignet und benutzt seit einiger Zeit diese Plattform. Die Organisation trinyx soll allerdings herausgefunden haben, dass sich mehrere User gleichzeitig auf einem Rechner unter einer IP-Adresse einloggen können. Darüber hinaus soll die Organisation auch Videos auf dem Internet-Videoportal YouTube veröffentlicht haben, wobei diese Videos immer öfter gelöscht werden. In einem dieser Videos wurde behauptet, trinyx soll mit bwin in Kontakt getreten sein und habe Vorschläge zur Fehlerbehebung gebracht. Sollten sich diese Anschuldigungen von trinyx für wahr herausstellen, könnte man beinahe annehmen, bwin hätte diesen Skandal geheim halten wollen.


FER-Bewertungskommentar

Der Sportwetten-Anbieter bwin geriet im Sommer des Jahres 2008 in eine Bespitzelungsaffäre. Unter anderem sollen CasinoAustria Chefs überwacht worden sein. Der Konzern behauptete, er habe einem Sicherheitsbeauftragten und ehemaligen Cobra-Chef einen Überwachungsauftrag angeordnet, um ein objektives Bild des Konzernumfelds zu erlangen. Es sollten Risiken in bekannten Märkten ermittelt werden. Ende des Jahres 2009 wurden eine stärkere Limitierung der erlaubten Einsatz- und Gewinnhöhen und der Stopp von anonymisierten Wetten gefordert. Der Schwarzmarkt würde durch die eingeführte Monopolisierung auf Glücksspiele steigen – seit dem Jahr 2008 wurde bereits eine Steigerung um 370 Prozent verzeichnet. Dem Konzern bwin wurde verboten, in Bayern für Glücksspiele zu werben sowie Sportwetten über das Internet anzubieten. Die Organisation trinyx deckte Sicherheitsprobleme bei dem von bwin vor einiger Zeit erworbenen ongame Pokernetzwerk auf. User sollen parallel unter einer IP-Adresse eingeloggt werden können, wobei trinyx diesbezüglich einige Videos auf YouTube veröffentlicht haben soll. Seit einiger Zeit werden diese aber eines nach dem anderen gelöscht. Dies lässt vermuten, dass bwin diesen Sicherheitsskandal vertuschen wollte.