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Exelon Corp

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
US30161N1019 Energie/Versorger Stromerzeuger/ Versorger konventionell KGV-B 10-15
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
19.329 21.528,340 USD NEIN

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Stromerzeuger/ Versorger konventionell 100.00%

Überblick

Exelon Corporation zählt zu den größten US-amerikanischen Energieversorgern. Unternehmenssitz ist in Chicago. Exelon wurde im Jahr 2000 durch die Verschmelzung der beiden Energieversorger Unicom und PECO gegründet. Im Jahr 2009 ist die geplante Übernahme des Konkurrenten NRG Energy geplatzt – durch den Kauf wäre Exelon zum größten US-Stromversorger geworden.

Heute betreibt Exelon mit 17 Reaktoren und zehn Kraftwerken das größte Netz aus Atomkraftwerken in der atomkraftreichsten Nation der Welt. Exelon hat mehr als 5,4 Mio. Kunden und eine Kapazität von rund 33.000 Megawatt.

Produkte und Dienstleistungen

Der Geschäftsbereich von Exelon umfasst die Energieversorgung mit Strom und Gas. Das Unternehmen betreibt eine ganze Reihe von Kernkraftwerken, fossilen Energieerzeugern, Wasserkraftwerken und erneuerbare Energieanlagen. Exelon’s Energieproduktion konzentriert sich auf Kernenergie, wobei diese knapp zwei Drittel der Gesamtenergieerzeugung ausmacht.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Im von Exelon betriebenen, ältesten Atomkraftwerk der USA, Oyster Creak, kam es Ende 2009 zu technischen Problemen. Durch eine ganze Serie von Lecks trat radioaktives Tritium aus und erreichte das Grundwasser. Zuvor entdeckte man Korrosion im Sicherheitsmantel des Reaktors. Nach Angaben von Exelon habe keine Gefahr für Trinkwasserversorgung und Fischerei im betroffenen Gebiet bestanden. Das AKW ist mehr als 40 Jahr alt und erhielt kürzlich die Lizenz für weitere 20 Jahre, obwohl Naturschutzorganisationen das Kraftwerk als nicht mehr zeitgemäß einstufen und es als „größten Schrotthaufen weit und breit“ bezeichnen.

Ende 2009 gab es im von Exelon betriebenen Reaktor Three Mile Island in Pennsylvania Strahlenalarm. Radioaktivität ist freigesetzt worden, 150 Mitarbeiter mussten in Sicherheit gebracht werden. Es habe jedoch keine Gefahr für die Gesundheit bestanden, teilte das Unternehmen mit.

Im März 1979 war dasselbe Kernkraftwerk Schauplatz des bisher schlimmsten Atomunfalls der USA, Betreiber war damals MetEd. Grund war eine Verkettung technischen Versagens gekoppelt mit Bedienungsfehlern. Mit viel Glück gelang es, die Explosion des Reaktors zu verhindern. Jedoch kam es zu einer partiellen Kernschmelze im Reaktor und erhebliche Mengen an Radioaktivität gelangten in die Umwelt. Seitdem wurde in den USA kein Atomkraftwerk mehr gebaut. Allerdings sind in den nächsten Jahren rund 24 neue Atommeiler geplant.

Exelon-Chef Rowe wirbt für den von US-Präsident Obama geplanten Emissionshandel nach europäischem Muster. Die angestrebten Reformen seien der beste Weg, um spätere kostspieligere Konsequenzen des Klimawandels zu vermeiden – z.B. steigender Meeresspiegel, Dürreperioden oder heftige Stürme.

Außerdem setzt sich Rowe für die Nichtverbreitung von Kernwaffen und –Material ein. Mit dem russischen Brennstofflieferanten Tenex wurde ein langfristiges Abkommen über die Abnahme von Uran aus einst sowjetischen Atomwaffen geschlossen. So soll verhindert werden, dass dieses in falsche Hände gerät.


FER-Bewertungskommentar

Exelon betreibt das größte Netz aus Atomkraftwerken in den USA. In dessen ältestem Reaktor, Oyster Creak, kam es Ende 2009 zu einer Serie von Lecks, durch die radioaktives Tritium austrat und ins Grundwasser gelangte. Die Verlängerung der Lizenz für die Betreibung des Meilers um weitere 20 Jahre ist äußerst umstritten. Ebenfalls 2009 wurde im AKW Three Mile Island Radioaktivität freigesetzt, die Mitarbeiter mussten in Sicherheit gebracht werden. Exelon-Chef Rowe unterstützt US-Präsident Obama bei der Umsetzung des geplanten Emissionshandels. Nur so könnten spätere Konsequenzen des Klimawandels vermieden werden. Für Rowe’s Weitsichtigkeit spricht weiters das Abkommen mit einem russischen Brennstofflieferanten über die Abnahme von Uran, damit dieses nicht in falsche Hände gerät.