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EI du Pont de Nemours & Co

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
US2635341090 Rohstoffe/Erdöl/Erdgas Diverse Chemikalien KGV-B 10-15
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
58.000 25.734,070 USD JA

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Landwirtschaftliche Chemikalien, Düngemittel, Pestizide 31.75%
Kunststoffe 31.23%
Spezielle Chmeikalien 29.75%
Elektrokomponenten- & Geräte 7.27%

Überblick

E.I. du Pont de Nemours and Company, kurz DuPont genannt, ist ein amerikanischer Chemiekonzern mit Sitz in Wilmington/USA. Nach BASF ist DuPont derzeit das zweitgrößte Chemieunternehmen der Welt. Gegründet wurde DuPont im Jahr 1802 von Eleuthère Irénée du Pont als Unternehmen für Sprengstoffe. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts war DuPont der größte Sprengstofflieferant des US-Militärs. Auch während der beiden Weltkriege war DuPont Produzent von Kriegsgütern. Bereits in den 30er Jahren wurde Neopren, Polyester, Nylon, Lucite und Teflon entdeckt.

Produkte und Dienstleistungen

Heute werden Lebensmittel, Gesundheitsprodukte, Elektronik, Lacke, Kunststoffe und vieles mehr hergestellt. Bekannt wurde DuPont durch die Erzeugung von Nylon, Teflon und Kevlar.

Das Unternehmen bietet eine breite Palette an Produkten und Dienstleistungen für die unterschiedlichsten Bereiche wie Landwirtschaft (u.a. Saatgut, Pflanzenschutzmittel), Nahrungsmittel, Elektronik, Kommunikation, Sicherheit und Schutz, Baugewerbe, Transport und Kleidung. DuPont ist einer der größten Hersteller von Autoreparaturlacken weltweit. Zu den bekannten Produkten zählen die Kunststoffe Nylon (Synthetikfaser), Teflon (Thermoplast) oder Kevlar (Fasern).

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

DuPont gehört neben Syngenta, Bayer, Monsanto, Dow Chemical und BASF zu den weltgrößten Gentechnik-Konzernen. Ziel der Agrarriesen ist es, die Landwirtschaft in ihre Abhängigkeit zu bringen. Die gentechnisch veränderten Pflanzen werfen kein Saatgut ab, da sie mit der sog. Terminator-Technologie unfruchtbar gemacht werden. Die Landwirte können dadurch kein eigenes Saatgut mehr produzieren und sind gezwungen, immer wieder die Patente der Konzerne zu kaufen.

Im Jahr 2007 wurde DuPont von der EU-Kommission wegen Beteiligung an einem Chloropren-Kautschuk-Kartell verurteilt. Das Kartell bestand zwischen 1993 und 2002. Beteiligt waren weiters auch Bayer, Denka, Dow, ENI und Tosoh, die Strafe betrug insgesamt knapp 250 Mio. Euro. Die Unternehmen haben Preisvereinbarungen getroffen und sich gegenseitig die Marktanteile zugewiesen.

Im März 2010 wurde von einer Universität in Massachusetts der Toxic 100 Index, eine Liste der 100 größten industriellen Luftverschmutzer in den USA, herausgegeben. DuPont nimmt den vierten Platz ein. Das Ranking berücksichtigt nicht nur die Menge der Schadstoffabgabe, sondern auch die Giftigkeit der Chemikalien, Beförderungsfaktoren wie vorherrschende Winde und Höhe der Schornsteinanlagen sowie die Anzahl der betroffenen Menschen.

Im Jahr 2005 wurde DuPont von der US-Bundesumweltschutzbehörde (EPA) mit einer Vergleichssumme von US$ 16,5 Mio. bestraft – der größten Geldbuße, die die EPA jemals verhängt hat. Der Konzern wurde beschuldigt, 17 Jahre lang Studien über Perflouroktansäure (PFOA) geheim gehalten zu haben. PFOA wird für die Herstellung konventioneller Pfannenbeschichtungen wie z.B. Teflon verwendet, welches in diesen Studien als gesundheitsschädlich bewertet wird. PFOA verbleibt viele Jahre im menschlichen Körper und die Studien belegen, dass PFOA krebserregend und giftig sind. Kürzlich erbrachten Wissenschaftler den Nachweis, dass perfluorierte Kohlenwasserstoffe Fruchtbarkeitsstörungen bei Frauen verursachen können. Weiters brachten die Forschungsergebnisse zutage, dass Teflon beim Erhitzen giftige Gase bilden kann. Blutuntersuchungen wiesen PFOA bei Menschen auf der ganzen Welt nach. Bei der Herstellung der Pfannenbeschichtungen gelangt PFOA ins Abwasser und ist dort nicht abbaubar. DuPont bestritt nicht das Existieren der Studien, sondern das Recht der Behörden auf die Ergebnisse dieser Studien. Bis heute wurde die Verwendung von PFOA weder verboten, noch gibt es Warnhinweise auf Teflonmaterial, obwohl die Gefährlichkeit unumstritten ist. Die Umweltschutzorganisation EWG empfiehlt Verbrauchern, beschichteten Kochgeschirr nur bei niedrigen Temperaturen zu nutzen und dieses nicht ohne Inhalt vorzuheizen, um die Bildung von giftigen Gasen zu reduzieren. Grundsätzlich wird unbeschichtetes Kochgeschirr empfohlen.

Die Mission von DuPont ist laut firmeneigener Homepage nachhaltiges Wachstum: Der Wert für Aktionäre und Gesellschaft soll bei gleichzeitiger Verringerung der Auswirkungen auf die Umwelt in allen Wertschöpfungsketten gesteigert werden. DuPont hat es sich zum Ziel gesetzt, bis 2015 den „Ökologischen Fußabdruck“ zu verbessern. Konkret sollen die Treibhausgase um 15% gegenüber dem Jahr 2004 reduziert werden, 30% Wasser eingespart werden, die Treibstoffeffizienz der Fahrzeugflotte führenden Technologien angepasst werden und schädliche Emissionen um 50% gegenüber dem Jahr 2004 reduziert werden. Die Erreichung der Ziele soll von einer unabhängigen Stelle bestätigt und diese Information öffentlich zugänglich gemacht werden.


FER-Bewertungskommentar

DuPont zählt zu den weltgrößten Gentechnik-Konzernen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: Die Landwirtschaft durch Saatgut-Patentierung in ihre Abhängigkeit zu bringen. Der Konzern war von 1993 bis 2002 in ein Chloropren-Kautschuk-Kartell verwickelt. Auf der Liste der 100 größten industriellen Luftverschmutzer in den USA nimmt DuPont den unrühmlichen Platz vier ein. Obwohl die Gefährlichkeit von Teflon durch Studien belegt ist, wird es von DuPont weiter produziert. Diese firmeninternen Studien wurden verbotenerweise 17 Jahre lang geheim gehalten, wofür DuPont mit einer Vergleichssumme von US$ 16,5 Mio. bestraft wurde. Der Konzern möchte seinen ökologischen Fußabdruck bis zum Jahr 2015 verbessern und die Erreichung der Ziele von einer unabhängigen Stelle bestätigen lassen und öffentlich zugänglich machen.