
| ISIN | FER Branchengruppe 1 | FER Branchengruppe 4 | FER-eKGV |
|---|---|---|---|
| US2605431038 | Rohstoffe/Erdöl/Erdgas | Diverse Chemikalien | KGV-C 15-20 |
| Mitarbeiter | Marktkap. in Mio. EUR | Währung | Global Compact Mitglied |
|---|---|---|---|
| 52.195 | 22.897,030 | USD | NEIN |
| Branchen | Umsatz |
|---|---|
| Umfassende Chemikalien | 43.60% |
| Kunststoffe | 22.10% |
| Spezielle Chemikalien | 18.70% |
| Landwirtschaftliche Chemikalien, Düngemittel, Pestizide | 10.10% |
| Basis-Chemikalien | 5.50% |
Union Carbide (gehört seit 2001 zu Dow Chemical) verursachte im Jahr 1984 das sogenannte Bhopalunglück – den folgenreichsten Industrieunfall der Geschichte. Durch die Freisetzung einer großen Menge Methylisocyanat kamen in Bhopal (Indien) rund 20.000 Menschen ums Leben, bis zu 600.000 Menschen erlitten Verletzungen und leiden noch heute unter massiven Folgeschäden. Trinkwasser und Böden wurden vollkommen vernichtet. Bis heute wird jegliche Verantwortung oder gar Nachzahlung für die Geschädigten von Dow Chemical abgelehnt, während der Konzern zu den Reichsten der Welt gehört.
Als Verhöhnung der Geschädigten wirkt, dass Dow Chemical im April 2010 als Sponsor des weltweit größten Wasserevents aller Zeit als Beitrag zur Lösung der globalen Wasserkrise auftrat. Ziele des Events waren eine gerechte Trinkwasserversorgung weltweit und die Umsetzung des Menschenrechts auf Wasser. Dass sich Dow Chemical nach wie vor jeder Verantwortung für das immer noch vergiftete Trinkwasser in Bhopal entzieht, wird nicht erwähnt.
Für Aktionen wie diese heimste der Klub UNO-Wassermandat, dem von Wasser abhängige Konzerne wie Nestlé, Coca Cola oder Dow Chemical angehören, den „Public Eye Greenwash Award 2010“ ein. Der Greenwash Award entlarvt die unglaubwürdigsten Sozial- und Öko-Labels. Den Unternehmen wird vorgeworfen, die Wasserprivatisierung systematisch weiter zu betreiben, ohne bereits existierende, verbindliche Öko- und Sozialstandards zu berücksichtigen, anstatt die Wasserkrise zu bekämpfen.
Im Jahr 2008 kam Dow Chemical auf Platz drei des Toxic 100 Index, die Rangliste der 100 größten Luftverschmutzer unter den größten US-amerikanischen Unternehmen. Ausschlaggebend sind die Giftpunktzahl (Masse der direkt und indirekt in die Luft abgegebenen Schadstoffe) und die Masse der direkt und indirekt ausgestoßenen Luftgifte.
Im Jahr 2007 bekam Dow Chemical eine Strafe in der Höhe von 48,6 Mio. Euro für die Beteiligung an einem Chloropren-Kautschuk-Kartell zwischen 1993 und 2002.
Dow Chemical gehört neben Syngenta, Bayer, Monsanto, DuPont und BASF zu den weltgrößten Gentechnik-Konzernen. Ziel der Agrarriesen ist es, die Landwirtschaft in ihre Abhängigkeit zu bringen. Die gentechnisch veränderten Pflanzen werfen kein Saatgut ab, somit können die Landwirte kein eigenes Saatgut mehr produzieren und sind gezwungen, immer wieder die Patente der Konzerne zu kaufen. Weiters widerstehen die künstlich resistent gemachten Pflanzen nur den vom selben Unternehmen erzeugten Pflanzenschutzmitteln, wodurch die Konzerne noch einmal kassieren.
Bei einem Musterprozess im Jahr 2007 wurde Dow Chemical gemeinsam mit der Dole Food Company zu 3,3 Mio.US$ Entschädigung für die nachweisliche Sterilität von sechs nicaraguanischen Bananenarbeitern verurteilt. Ab Ende der sechziger Jahre wurde auf den Bananenplantagen Mittelamerikas das gesundheitsschädliche Pestizid Nemagon verwendet, während es in den USA bereits 1968 verboten wurde. Die Arbeiter waren dem Gift meist schutzlos aufgeliefert. Die Zahl der Betroffenen, die unter den Spätfolgen leiden, wird weltweit auf bis zu 60.000 geschätzt.
Dow Chemical hat sich folgende „2015 Nachhaltigkeitsziele“ gesteckt: Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt, Beitrag zum gesellschaftlichen Erfolg, Führungsrolle bei der Produktsicherheit, umweltverträgliche Chemie, Energieeffizienz und –Einsparung, Befassen mit der Klimaveränderung