
| ISIN | FER Branchengruppe 1 | FER Branchengruppe 4 | FER-eKGV |
|---|---|---|---|
| US3695501086 | Industrie | Rüstung & Verteidigung | KGV-A < 10 |
| Mitarbeiter | Marktkap. in Mio. EUR | Währung | Global Compact Mitglied |
|---|---|---|---|
| 91.700 | 17.764,140 | USD | NEIN |
| Branchen | Umsatz |
|---|---|
| Rüstung & Verteidigung | 62.23% |
| Schiffsbau | 18.96% |
| Luftfahrt | 18.81% |
Auf der vom Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) veröffentlichten Liste der Top 100 waffenproduzierenden Unternehmen weltweit (ohne China) nimmt GD Platz 5 ein. Lt. SIPRI werden 78% der Umsätze in der Rüstungsindustrie erzielt.
GD war lange Zeit einer der größten Lieferanten des Pentagons und mehrerer ausländischer Regierungen. Angesichts der enormen Abhängigkeit von militärischen Aufträgen wurde GD vom Rückgang der US-Militärausgaben am Ende des Kalten Krieges hart getroffen. Mit Amtsantritt von Georg W. Bush im Jänner 2001 begann ein Rüstungsboom in den USA. Es gab dafür keine sicherheitspolitische Begründung, man wollte damit das Machtprestige stärken und die nationale Raum- und Luftfahrtindustrie subventionieren. Nutznießer waren hauptsächlich die fünf amerikanischen Rüstungsriesen – neben General Dynamics auch Boeing, Lockheed Martin, Northrop Grumman und Raytheon. Das sog. Oligopol, bestehend aus den fünf größten Rüstungsanbietern, versucht in Zusammenspiel mit dem Nachfragemonopol des Pentagon, die Konkurrenz auszuschalten. Es wird intensives Lobbying betrieben, um die Geldströme am Fließen zu erhalten.
Nach größeren Skandalen in den 90er Jahren hatte GD in den letzten Jahren mit relativ geringeren Problemen zu kämpfen. Im Jahr 2004 bekannte sich GD zur Verletzung des Arms Export Control Act (Waffenexportkontrollgesetz) durch unbefugten Export von technischen Daten und Verteidigungsservices. GD wurde zu einer Strafe von 5 Mio. US$ verurteilt.
Im Jänner 2008 bezahlte Electric Boat, welches zur Unternehmensgruppe von GD gehört, einen Betrag von US$ 75.000 an den Staat Connecticut für die Entsorgung von Schadstoffen in den Thames River, nachdem der Connecticut Fund for the Environment bekanntgegeben hatte, diverse Unternehmen wegen Umweltverschmutzung klagen zu wollen.
Für die ökologisch verträgliche Entsorgung von Elektrogeräten arbeitet GD mit Elektronikmüllverarbeitern zusammen. Deren Anstrengung, die Exporte von umweltschädlichem Müll in Entwicklungsländer zu verhindern, wird von GD unterstützt.