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Austrian Airlines AG

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
AT0000620158 Handel/Gewerbe Fluggesellschaften/Passagiere kein KGV
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
7.093 - EUR NEIN

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Fluggesellschaften/Passagiere 87.68%
Luftfracht & Logistik-Dienste 8.20%
Dienstleistung Konsument 4.12%

Überblick

Austrian Airlines AG ist eine österreichische Fluggesellschaft, die im Jahr 1957 gegründet wurde und ihren Hauptsitz in Wien führt. Austrian Airlines AG ist ein Tochterunternehmen der Deutschen Lufthansa AG und Mutterkonzern von Tyrolean Airways und Lauda Air. Außerdem führt die Fluggesellschaft zahlreiche Beteiligungen, beispielsweise TUI Austria, Wiener Börse AG oder Traviaustria. Heimatflughafen ist der Flughafen Wien-Schwechat. Der Konzern wurde im Jahr 2009 von der Deutschen Lufthansa AG übernommen.

Dienstleistungen

Austrian Airlines AG ist eine Fluggesellschaft, die ihre Passagiere, aufgeteilt in zwei Klassen – Business Class und Economy Class – an ihr Reiseziel befördert. Für das Catering während der Flüge ist seit 2007 das Unternehmen Do & Co zuständig.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Im September 2008 wurde bekannt, dass die Nürnberger Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Siemens-Schmiergeldskandal gegen den Konzernführer von Austrian Airlines, Alfred Ötsch, ermittelt, da dieser der Untreue zum Nachteil von Siemens und der Steuerhinterziehung zugunsten von Siemens verdächtig wird. Der AUA-Chef dementierte jedoch diese Vorwürfe. Alfred Ötsch war von Ende 2001 bis Ende des Jahres 2005 Bereichsvorstand der Siemens-Automatisierungstechnik in Nürnberg.

Der Abgeordnete der Grünen, Peter Pilz, wirft Austrian Airlines AG vor, eine Tochtergesellschaft auf der Kanalinsel Guernsey dazu benützt zu haben, in Österreich Steuern zu hinterziehen. Es soll sich hierbei um eine steuerschonende Transaktion für den Erwerb von Flugzeugen handeln. Peter Pilz hat nun im Dezember 2009 bei der Staatsanwaltschaft Wien Anzeige erstattet. Austrian Airlines AG dementierte den Vorwurf mehrmals.

Austrian Airlines ist Mitglied des Beratungsunternehmens denkstatt, welches zahlreichen Unternehmen bei Klima-Verbesserungen berät und klimafreundliche Alternativen findet.

Austrian Airlines AG bietet seit Mitte 2008 Passagieren die Möglichkeit, die verbrauchte CO2-Menge durch einen Online-Rechner zu ermitteln, welche dann mittels freiwilliger Geldspende zum Flugpreis hinzu kalkuliert wird. Beispielsweise würde ein Flug von Wien nach Kopenhagen rund 5 Euro Spende für insgesamt 0,242 Tonnen CO2-Emissionen pro Passagier betragen.

Sicherheit ist bei Austrian Airlines ein zentrales Thema. Bereits im Jahr 1981 begann die bewaffnete Überwachungstätigkeit der Austrian Airlines-Flüge durch das Einsatzkommando Cobra. Diese Flugsicherungsbegleiter sorgen bei gefährdeten Flügen für Sicherheit und kümmern sich unter anderem auch um beispielsweise alkoholisierte Passagiere, die zu randalieren beginnen.


FER-Bewertungskommentar

Austrian Airlines AG wird der Steuerhinterziehung verdächtigt. Die Fluggesellschaft soll beim Erwerb von Flugzeugen eine steuerschonende Transaktion gewählt haben – eine Tochtergesellschaft auf der Kanalinsel Guernsey soll benutzt worden sein, um in Österreich weniger Körperschaftssteuer zu zahlen. Dies wurde Ende 2009 zur Anzeige gebracht. Austrian Airlines AG ist Mitglied der Beratungsgesellschaft denkstatt, welche Unternehmen bei Klimafragen berät und Möglichkeiten zur Verringerung des CO2-Ausstoßes findet. Der Konzern wurde bereits mit zahlreichen Awards ausgezeichnet, unter anderem erreichte Austrian Airlines AG bei den World Airline Awards 2008 den ersten Platz in der Kategorie Bestes Business-Class-Catering. Das Einsatzkommando Cobra sorgt bei gefährdeten Flügen der Fluggesellschaft für Sicherheit.