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MAN SE

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
DE0005937007 Industrie Industriemaschinen KGV-D 20-25
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
47.750 10.651,000 EUR NEIN

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Schwerlastfahrzeuge, Bau/ Landwirtschaftliche Maschinen 69.87%
Industriemaschinen allgemein 28.96%
Industrie 1.17%

Überblick

Die MAN SE ist die Holdinggesellschaft der MAN Gruppe mit Sitz in München. Das Unternehmen ist eines der führenden Nutzfahrzeug-, Motoren- und Maschinenbauunternehmen Europas. Die Wuzeln des heutigen Konzerns gehen bis ins Jahr 1758 zurück, als im Rheinland die Eisenhütte St. Antony gegründet wurde. Aus dieser und zwei weiteren Hüttenbetrieben entstand dann die Gutehoffnungshütte. Eine weitere Wurzel des Unternehmens ist die 1840 in Augsburg gegründete Sander´sche Maschinenfabrik, die nach der Fusion mit der Klett & Comp. im Jahr 1908 den Namen „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG“ annahm und 1920 von GHH übernommen wurde. 1986 verschmolzen GHH und M.A.N. zur MAN AG. Seit Mai 2009 ist das Unternehmen als europäische Aktiengesellschaft MAN SE eingetragen. Das Fahrzeug- und Maschinenbauunternehmen ist in 120 Ländern aktiv.

Produkte und Dienstleistungen

Die fünf Kernbereiche des Unternehmens bestehen aus: Nutzfahrzeugen, Industrieleistungen, Drucksysteme, Dieselmotoren und Turbomaschinen. MAN bietet hochmobile Lösungen für besondere Aufgaben an, deren Einsatzspektrum von zivilen bis hin zu militärischen und humanitären Aufgaben reicht.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Im Jänner 2010 wurde bekannt, dass MAN und der Panzerbauer Rheinmetall den Großteil ihrer Rüstungssparte in einem gemeinsamen Unternehmen mit neuem Namen zusammenlegen wollen, um so ihre Marktposition am Rüstungsmarkt zu stärken. In die neuen Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH sollen künftig Radfahrzeuge für militärische Zwecke vertrieben werden. In den letzten Jahren soll der Rüstungsmarkt enorm gewachsen sein.

Im Oktober 2009 wurde bekannt, dass der Konzern personelle Konsequenzen aus den dubiosen Schmiergeldzahlungen gezogen hat. Einige Top-Manager wurden schon gekündigt, weil Sie nach einer Razzia Anfang Mai 2009 ins Visier der Ermittler geraten sind. Dabei ist aufgedeckt worden, dass es verschiedene Schmiergeldpraktiken beim Verkauf von Bussen und Lkw im In- und Ausland gegeben hat. Die Staatsanwaltschaft geht von einem jahrelangen Schmiergeld-System aus. Vor allem im Lastwagengeschäft sollen Verkäufer in den einzelnen Niederlassungen Bestechungsgelder an Mitarbeiter von MAN-Kunden gezahlt haben, um den Verkauf anzukurbeln. Das Geld soll dann über Konten von Angehörigen und Freunden der Empfänger geflossen sein. Insgesamt geht es um Zahlungen von 14 Millionen Euro über einen Zeitraum von 3 Jahren. Insgesamt sind in die Schmiergeldaffäre mehr als 100 Personen verwickelt.

Zur schnelleren Aufklärung hat der Vorstand ein „Amnesie-Programm“ für Mitarbeiter gestartet. Mitarbeiter, die in Schmiergelddelikte verwickelt waren, können ein Geständnis ablegen. Der Vorteil besteht darin, dass sie dann weder gekündigt, noch auf Schadenersatz verklagt werden können. Das Programm gilt aber nicht für Manager aus den obersten Führungsebenen und nicht für Beschäftigte, die in die eigene Tasche gewirtschaftet haben.

Seit Bestehen der Bundeswehr zählt MAN zu den Hauptlieferanten von Militärfahrzeugen. Die militärische Produktion „Military Division“ nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Die „Military Division“ beliefert Verteidigungsministerien in 150 Staaten der Erde und stattet 44 nationale Armeen mit Militärlastwagen und Spezialfahrzeugen aus.

Außerdem unterhält die MAN SE das börsennotierte Tochterunternehmen Renk AG. Das Unternehmen stellt u. a. auch Getriebe für Kettenfahrzeuge (z. B. für Kampfpanzer) her. Im Juli 2009 wurde beispielsweise bekannt, dass die Renk AG für den neuen Schützenpanzer Puma das Getriebe herstellen wird.

Seit August 2008 besteht zwischen MAN Nutzfahrzeuge und dem SOS Kinderdorf International eine langfristige Partnerschaft zur umfassenden Förderung eines Ausbildungszentrums in Äthiopien, einem der ärmsten Länder dieser Erde. Hilfsbedürftige Jugendliche werden dort in allgemeiner Mechanik, Fahrzeugmechanik und Holzbearbeitung ausgebildet. Somit können die Perspektiven bei der Jobsuche enorm gesteigert werden.


FER-Bewertungskommentar

Im Oktober 2009 zog der Konzern die Konsequenzen aus der im Mai 2009 entdeckten Schmiergeldaffäre. Top-Manager wurden entlassen, weil sie jahrelang den Verkauf von Bussen und Lastwagen mit Hilfe von Schmiergeldern angekurbelt haben. Die MAN SE ist Hauptlieferant von Militärfahrzeugen. Das Unternehmen beliefert Verteidigungsministerien in 150 Staaten der Erde und stattet 44 nationale Armeen mit Militärlastwagen und Spezialfahrzeugen aus. Der Konzern unterstützt hilfsbedürftige Jugendliche in Äthiopien indem er ihnen eine Ausbildung ermöglicht um bessere Jobchancen zu haben.