
| ISIN | FER Branchengruppe 1 | FER Branchengruppe 4 | FER-eKGV |
|---|---|---|---|
| AT0000730007 | Industrie | Industriemaschinen | KGV-C 15-20 |
| Mitarbeiter | Marktkap. in Mio. EUR | Währung | Global Compact Mitglied |
|---|---|---|---|
| 13.370 | 2.438,800 | EUR | NEIN |
| Branchen | Umsatz |
|---|---|
| Elektrische Anlagen, Anlagenbau | 49.10% |
| Biomasseanlagenbau | 40.75% |
| Industriemaschinen allgemein | 10.15% |
Die fünf Geschäftsbereiche der Gruppe gliedern sich in: Hydro – ist ein Anbieter von elektromechanischen Komplettlösungen und bietet Services für Wasserkraftwerke an. Auch Pumpen für die Zellstoff- und Papierindustrie werden hergestellt. Pulp & Paper – entwickelt und produziert Anlagen und Systeme für die Produktion fast aller Arten von Zellstoff für die Herstellung von Papier, Karton und Faserplatten. Metals – plant, entwickelt und errichtet Spezialanlagen für die Herstellung von Kalt- und Warmband aus Kohlenstoffstahl. Environment & Process – deckt ein umfassendes Spektrum an Technologien, Produkten und Dienstleistungen zur mechanischen und thermischen Fest-/Flüssigtrennung für Kommunen und Industrien ab. Feed & Biofuel – liefert Systeme und Maschinen zur industriellen Herstellung von Tierfutter und hochwertigem Spezialfutter.
Im Juni 2010 wurde bekannt, dass die Andritz AG nun doch für das umstrittene Wasserkraftwerk Ilisu in der Osttürkei die gesamte elektromechanische Ausrüstung liefern wird. Der Auftragswert beträgt insgesamt 340 Mio. Euro. Andritz Hydro wird im Laufe von sieben Jahren sechs Turbinen, sechs Generatoren, Zusatzausrüstungen und Engineering-Leistungen liefern. Bis vor kurzem haben die Exportkreditversicherungen von Deutschland, Österreich und der Schweiz das Lieferkonsortium angewiesen, die Verträge für das Projekt Ilisu auf Eis zu legen. Es sollte zuerst geprüft werden, ob die Türkei die 153 Auflagen erfüllt, die gemeinsam beschlossen worden sind. Ein Expertenbericht hat dann belegt, dass die Türkei sich nicht an diese Auflagen gehalten hat. Enteignungen wurden durchgeführt, internationale Standards wurden nicht erreicht – es sind praktisch keine der erforderlichen Bestimmungen erfüllt worden. Schon seit dem Jahr 1997 laufen die Planungen für den Damm, mit dem der Tigris auf einer Länge von 135 km gestaut werden soll. Der Strom des 1200-Megawatt-Kraftwerkes soll die wirtschaftliche Entwicklung der Region vorantreiben. Seit Frühling 2010 wird am Tigris trotz internationaler Kritik weitergebaut. Immer mehr Kampagnen und Protestaktionen von Menschenrechtsorganisationen wurden ins Leben gerufen. Angesehene Umweltgruppen und NGOs kritisieren den enormen Eingriff in das Ökosystem der Region. Tausende Menschen müssen umgesiedelt werden und die historische Stadt Hasankeyf wird komplett zerstört.
Im September 2009 hat die Andritz AG massive Probleme mit Umwelt- und Tierschutzorganisationen bekommen, da der Konzern für eine der größten Zellstofffabriken der Welt in Tasmanien die Anlagen liefern soll. Für den australische Papier- und Zellstoffkonzern Gunns Ltd. soll Andritz Anlagen im Wert von 884 Millionene Euro liefern. Laut Umweltschutzorganisationen sollen in den nächsten zwei Jahrzehnten 200.000 Hektar Urwald gerodet, und täglich 64.000 Kubikmeter Abwasser ins Meer geleitet werden. Industrielle Eukalyptusplantagen sollen die unberührte Wildnis mit teilweise tausendjährigen Bäumen ersetzen. Außerdem werden die jährlichen Treibhausgasemissionen mit rund 10 Millionen Tonnen die Dimension der Stadt Wien erreichen. Massive Schäden für Fischerei und Tourismus sind zu erwarten.
Zudem fürchtet man um das Leben des „Tasmanischen Teufels“, einer seltenen, vom Aussterben bedrohten Tierart. Dieses Raubbeuteltier leidet seit kurzer Zeit an einer merkwürdigen Krankheit, die den Bestand dezimiert. Es wird vermutet, dass die Rodungen der Urwälder aufgrund des Einsatzes vom Umweltgift Napalm damit in Zusammenhang stehen. Trotz Protesten hält Andritz AG am Projekt fest. Die Österreichische Kontrollbank prüft noch immer eine mögliche Förderung des Projektes. Global 2000 und Greenpeace fordern, dass sich der Anlagenbauer und die OeKB aus dem Projekt zurückziehen.
Andritz AG ist ständig bemüht, die Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit zu verbessern. Indem dem Kunden Technologie und Lösungen auf dem neuesten Stand angeboten werden, kann der Verbrauch von Medien und Ressourcen minimiert werden, wodurch viel zum Umweltschutz und zur Schonung von natürlichen Ressourcen beigetragen wird.