
| ISIN | FER Branchengruppe 1 | FER Branchengruppe 4 | FER-eKGV |
|---|---|---|---|
| DE0005151005 | Rohstoffe/Erdöl/Erdgas | Diverse Chemikalien | KGV-B 10-15 |
| Mitarbeiter | Marktkap. in Mio. EUR | Währung | Global Compact Mitglied |
|---|---|---|---|
| 103.632 | 41.749,450 | EUR | JA |
| Branchen | Umsatz |
|---|---|
| Rohstoffe/Erdöl/Erdgas | 39.24% |
| Erdöl & Erdgas Mehrsektorenunternehmen | 23.18% |
| spezielle Chemikalien | 16.57% |
| Kunststoffe | 15.53% |
| Landwirtschaftliche Chemikalien, Düngemittel, Pestizide | 5.48% |
Die sechs Hauptgeschäftsfelder des Konzerns sind: Chemikalien wie petrochemische Grundprodukte, Weichmacher, Leime, Harze, Vorprodukte für Farben sowie Fasern, Kunststoffe (Styrol-Kunststoffe, Performance Polymers, Polyrethane), Veredelungsprodukte (Pimente, Harze, Klebstoffe, Produkte für die Bereich Reinigung, Pflege, Hygiene, Tier- und Humanernährung, Pharma, Binder, Chemikalien zur Veredelung von Leder und Textilien), Functional Solutions (Katalysatoren, Entwicklung branchen- und kundenspezifischer Produkte und Systemlösungen), Pflanzenschutz und Ernährung (Herbizide, Insektizide, Fungizide, Vitamine, Säuren und Pigmente) sowie Öl und Gas (Exploration, Förderung und Transport, Speicherung und Handel über die Wintershall Holding AG).
BASF möchte laut eigenen Angaben im Juli 2010 eine Preiserhöhung für Additive und Pigmente für Kunststoffanwendungen zwischen fünf und 20 Prozent vornehmen. Diese Erhöhung soll Antioxidantien, Prozess- und Lichtstabilisatoren und Flammschutzmittel betreffen.
Der Konzern gab bekannt, die Zusammenarbeit mit dem Agrarkonzern Monsanto zu erweitern und Investitionen zu erhöhen. Bisher arbeiteten die beiden Konzerne zusammen an der Entwicklung von ertragreichen und resistenten Nutzpflanzen wie Mais, Raps, Baumwolle und Soja, und wollen nun auch Weizen aufgrund der entdeckten vielversprechenden Ertragsgene in das Pflanzensortiment aufnehmen. Durch die Erweiterung dieser Zusammenarbeit wächst auch die Macht dieser beiden Gentechnik-Konzerne.
BASF hat in Mecklenburg-Vorpommern damit begonnen, die umstrittene Genkartoffel Amflora anzupflanzen. Auf dem 20 Hektar großen Versuchsgelände wird Amflora angebaut – eine Kartoffel, die aufgrund ihrer gentechnischen Veränderung mehr Stärke produziert. Diese ist jedoch nicht als Lebensmittel konzipiert, soll aber Stärke für die Papier-, Garn- und Klebstoffindustrie liefern. Eine Bürgerinitiative des Ortes befürchtet, dass sich Tiere und Menschen auf dem Gen-Kartoffel-Feld frei bedienen könnten und so Amflora doch in die Nahrungskette gelangen wird. Die Kartoffel enthält nämlich ein Antibiotika-Resistenz-Gen, das nach Ansicht der Kritiker die Wirksamkeit von lebenswichtigen Antibiotika gefährden könnte.Seit dem Jahr 2007 kooperiert BASF mit dem Saatgut-Konzern Monsanto bei der „Forschung, Entwicklung und Vermarktung von Genpflanzen“. Der Konzern hat sich somit verpflichtet, in großem Maße neue, gentechnisch veränderte Nutzpflanzen zu entwickeln, die ausschließlich von Monsanto vertrieben werden sollen. Die Zusammenarbeit von BASF und Monsanto soll schon im Jahr 2012 erst Früchte tragen. Das erste Produkt der beiden Unternehmen soll ein genveränderter Mais sein, der in den USA angebaut werden soll. Diese Maisart soll im Vergleich zu herkömmlichen Maissorten widerstandsfähiger gegen Trockenheit sein.
Der Chemiekonzern ist einer der Haupthersteller von Phthalaten (Weichmacher), die vor allem als Weichmacher für Kunststoffe wie PVC oder Gummi verwendet werden. Phthalate sind gesundheitlich problematische Verbindungen – sie stehen in Verdacht, wie Hormone zu wirken und Unfruchtbarkeit, Übergewicht und Diabetes hervorzurufen. Da der Weichmacher auch bei der Herstellung von Kinderspielzeug verwendet wird, kommt es immer wieder zu massiver Kritik. Außerdem stellt der Chemiekonzern noch viele weitere Pestizide und andere Chemikalien her, die im Verdacht stehen krebserregend und erbgutschädigend zu sein.
BASF hat eine Sozialstiftung gegründet, die unter anderem Geld für Tsunami-Opfer aufbringt. Als eines der Gründungsmitglieder des Global Compact engagiert sich BASF für das Erreichen der UN-Millennium-Entwicklungsziele. Auch bei Projekten der allgemeinen Entwicklungshilfe arbeitet das Unternehmen eng mit UN-Organisationen zusammen.