
| ISIN | FER Branchengruppe 1 | FER Branchengruppe 4 | FER-eKGV |
|---|---|---|---|
| GB0002875804 | Konsumgüter | Tabak/Zigaretten | KGV-B 10-15 |
| Mitarbeiter | Marktkap. in Mio. EUR | Währung | Global Compact Mitglied |
|---|---|---|---|
| 95.710 | 52.571,540 | GBP | NEIN |
| Branchen | Umsatz |
|---|---|
| Tabak/Zigaretten | 100.00% |
Die BAT-Gruppe schafft aufgrund ihrer Lohn- und Preispolitik den Nährboden dafür, dass die Bauen oft keine andere Wahl haben als Kinder zu beschäftigen, um ihre Betriebe aufrecht erhalten zu können.
Der Tabakkonzern trägt durch seine Geschäftspraktiken indirekt dazu bei, dass sich die Bauern verschulden. Den Bauern werden Preisvorteile versprochen, indem zinsfreie Kredite vergeben werden, damit sie sich Dünger und Pestizide leisten können. Bei Preisvergleichen ist jedoch festgestellt worden, dass der Dünger und die Pestizide von BAT, an welche die Bauern dann vertraglich gebunden sind, teilweise viel teurer sind als im normalen Handel. Außerdem bekommen die Bauern in Brasilien nur minimale Löhne für ihre Arbeit und geringe Preise für den Tabak bezahlt. Außerdem wird für die nötige Sicherheit der Arbeiter nicht gesorgt. Es treten oft Pestizid- und Nikotinvergiftungen auf, da keine Schutzbekleidung vorhanden ist.
British American Tobacco gab im Juli 2010 eine Kooperation mit der Europäischen Union und den Strafverfolgungsbehörden der dazugehörigen Länder zur Bekämpfung des illegalen Tabakhandels bekannt und besiegelte dies mit einem Vertrag. In den kommenden 20 Jahren möchte der Tabakkonzern rund 200 Millionen US-Dollar in diese Zusammenarbeit investieren. Beispielsweise wird die enorme Menge von 2,7 Milliarden Stück von den insgesamt 16 Milliarden gerauchten Zigaretten im Jahr 2009 nicht in Österreich gekauft und dadurch auch nicht versteuert. Dies führte im Jahr 2009 nicht nur zu einem Umsatzverlust von mehr als 400 Millionen Euro bei den österreichischen Trafiken sondern auch zu einem gesamten Steuerverlust von 290 Millionen Euro für den Staat Österreich.
BAT hat eine Stiftung für Zukunftsfragen ins Leben gerufen. Das Unternehmen will dadurch einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft leisten. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, insbesondere der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Zukunftsfragen und mit Ansätzen zur nachhaltigen Lösung von Zukunftsproblemen sowie die Förderung der Erwachsenenbildung, insbesondere der Ausbildung, Fort- und Weiterbildung. Hauptaugenmerk wird dabei auf die soziale und kulturelle Lebensqualität gelegt.
British American Tobacco produziert weltweit. Der Großteil des Tabaks stammt aus den klassischen Tabakanbauländern Brasilien, Uganda, Indien, Indonesien und China. Für das Unternehmen arbeiten rund 200.000 Tabakbauern, von denen die meisten Kleinbauern sind. BAT ist der einzige internationale Zigarettenkonzern, der ein direktes Vertragssystem mit Bauern benutzt, um seinen Tabak zu beziehen. Viele andere Unternehmen wie Philip Morris/Altria, Japan Tobacco und Imperial Group kaufen von Zwischenhändlern.Das Unternehmen hat einen Verhaltenskodex entwickelt, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit (auch bei Lieferanten) ausspricht. Die Firma bemüht sich um das Einverständnis der Geschäftspartner auf die Beschäftigung von Kindern zu verzichten, insbesondere bei den industriellen oder landwirtschaftlichen Prozessen, in denen Chemikalien eingesetzt werden. Gegen BAT gab es bisher noch keine konkreten Anschuldigungen im Zusammenhang mit Kinderarbeit. Kinderarbeit stellt in der Tabakindustrie generell jedoch ein großes Problem dar. Der Konzern kann das Auftreten dieses Problems nicht ganz ausschließen.