
| ISIN | FER Branchengruppe 1 | FER Branchengruppe 4 | FER-eKGV |
|---|---|---|---|
| DE0005140008 | Finanzen | Breit gefächerte Banken | KGV-A < 10 |
| Mitarbeiter | Marktkap. in Mio. EUR | Währung | Global Compact Mitglied |
|---|---|---|---|
| 80.849 | 30.009,220 | EUR | JA |
| Branchen | Umsatz |
|---|---|
| Finanzdienste Privatkunden | 67.42% |
| Diverse Finanzdienste | 32.58% |
Im Juni 2010 haben Recherchen von Nichtregierungsorganisationen umfassende Geschäftsbeziehungen der Deutschen Bank zu Herstellern kontroverser Waffen aufgedeckt. Die Förderung von Streumunitionsherstellung und -handel ist in der Bundesrepublik Deutschland nach Paragraf 18a des Kriegswaffenkontrollgesetzes verboten. Dazu gehört auch jede Art der finanziellen Unterstützung bzw. Beteiligung an der Produktion. Der Deutschen Bank wird vorgeworfen, dass über Fondsbeteiligungen, Kredite, Anleihen und andere finanzielle Dienstleistungen führende Anbieter und Hersteller von Streumunition frisches Kapital von der Großbank erhalten haben sollen. Erwähnt werden in diesem Zusammenhang unter anderem die Firmen Alliant Techsystems, L3-Communications, Lockheed Martin, Textron, Singapore Technologies Engineering und Raytheon. Insgesamt soll die Bank an elf Finanzgeschäften mit Firmen beteiligt gewesen sein, die Streumunition herstellen oder damit handeln.
Als die Zinsabschlagssteuer im Jahr 1992 in Deutschland erhöht wurde, soll Deutsche Bank AG Steuerflüchtlingen geholfen haben, ihr Kapital ins Ausland zu befördern.
Das Bankenunternehmen soll außerdem Kontos für Diktatoren wie den Turkmenen Saparmurat Niyzov halten bzw. gehalten haben.
Greenpeace zufolge soll Deutsche Bank AG Kredite an die umweltschädigenden und unsozialen Unternehmen Freeport-McMoRan (Gold- und Kupferabbau mit besonders hoher Umweltbelastung), Areva (Uranabbau mit Gesundheitsschädigung der Bevölkerung), PetroChina (Unterstützung des Krieges in Darfur durch Ölgeschäft), Total (Zusammenarbeit mit Militärregime in Burma) und Uranwaffen herstellende Rüstungsfirmen wie GenCorp und General Dynamics vergeben und für diese Konzerne Geschäfte abgewickelt haben.Aufgrund des Verkaufes von hochriskanten Anlageformen ohne ausreichende Risikoaufklärung laufen bzw. liefen juristische Auseinandersetzungen gegen Deutsche Bank AG, unter anderem mit den Österreichischen Bundesbahnen, dem US-Regionalinstitut M&T und einigen Kommunen in Deutschland. Die Klagen einiger Kommunen waren inzwischen erfolgreich – Deutsche Bank AG musste Schadenersatz leisten.
Im Jahr 2005 wurde Deutsche Bank AG aufgrund der Ankündigung, trotz guter Geschäftszahlen über 6.400 Stellen streichen zu wollen, stark kritisiert.Zwischen den Jahren 2004 und 2006 sorgte der sogenannte „Mannesmann-Prozess“ gegen den Vorstand der Deutschen Bank AG sowie Klaus Esser von der Mannesmann AG und weitere für großes Aufsehen. Prozessgrund war die Zahlung hoher Prämien nach einer Übernahme. Das Verfahren wurde jedoch gegen Bezahlung von drei Monatsgehältern eingestellt.
Deutsche Bank AG wurde stark kritisiert, da sie seit dem Jahr 2000 rund 4,1 Millionen Euro an diverse deutsche Parteien gespendet haben soll.Im Frühjahr 2008 warb der Konzern mit einer auf Brotsäckchen klebenden Postkarte, worauf stand, man könne sich mit ihrem Agriculture Euro Fonds an der Wertsteigerung von Agrarrohstoffen beteiligen. Laut der globalisierungskritischen Nichtregiersowieungsorganisation Attac soll dies für die Ärmsten einen Schlag ins Gesicht bedeuten, da sie sich keine Fondsanteile leisten könnten. Außerdem sollen sich diese Fonds noch zusätzlich preissteigernd auf den Agrarmärkten auswirken.
Die Deutsche Bank bekennt sich nicht zu den Equator Principles, den Richtlinien für einen Geldverleih nach sozialen und umweltgerechten Maßstäben.
Auf Druck von NGOs zog sich Deutsche Bank AG aus der geplanten Finanzierung des Atomkraftwerkes Belene in Bulgarien zurück, das in einem Erdbebengebiet gebaut werden sollte. Deutsche Bank AG legte diverse „grüne“ Produkte wie DWS Klimawandel, DWS Zukunftsressourcen und weitere auf.
Aufgrund der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise kündigte Deutsche Bank AG an, auf Bonuszahlungen in Millionenhöhe zu verzichten.