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Kraft Foods Inc

ISIN FER Branchengruppe 1 FER Branchengruppe 4 FER-eKGV
US50075N1046 Konsumgüter Abgepackte Lebensmittel & Fleisch KGV-B 10-15
Mitarbeiter Marktkap. in Mio. EUR Währung Global Compact Mitglied
97.000 39.072,240 USD JA

Branchenverteilung im Unternehmen

Branchen Umsatz
Lebensmittel & Fleisch - Erzeugung 79.90%
Kaffee & Tee 20.10%

Überblick

Kraft Foods ist ein internationaler Lebensmittelkonzern mit Hauptsitz in Northfield in Illinois. Das Unternehmen produziert in etwa 180 Produktionsstätten in 70 Ländern abgepackte Nahrungsmittel und Getränke. James Lewis Kraft, Johann Jacobs und Philippe Suchard sind die Pioniere des Unternehmens. Aus Nahrungsmitteln schufen sie Marken, deren Bekanntheitsgrad seit vielen Jahren steigt. Suchard begann 1825 in der Schweiz mit der Produktion von Schokolade, der Bremer Kaffeeröster Jacobs eröffnete sein erstes Geschäft im Jahr 1895 und der Farmerssohn Kraft spezialisierte sich 1903 mit einem Startkapital von 60 US-Dollar auf Käseprodukte. Inzwischen sind diese Unternehmen zu Kraft Foods zusammengewachsen. Der Konzern führt hiermit drei erfolgreiche Unternehmenszweige: Kaffee, Süßwaren und Food-Produkte. Die deutsche Zentrale des Unternehmens befindet sich in Bremen, die österreichische Zentrale in Wien.

Produkte und Dienstleistungen

Zu den bekanntesten Marken des Konzerns zählen: Kraft, Oscar Mayer, Philadelphia, Maxwell House, Oreo, LU biscuits, Jacobs, Café HAG, Onko, Miracel Whip, Mirácoli, Milka, Toblerone, Daim, Bensdorf, Nabisco und viele weitere. Ergänzt wird die mannigfaltige Produktpalette durch das Kaffeesystem Tassimo. Außerdem produziert das Unternehmen lizenzierte Produkte, unter anderem für Starbucks, Taco Bell, Capri Sonne, Torrefazione Italia.

Die hergestellten Lebensmittel und Getränke sind weltweit in mehr als 150 Ländern erhältlich. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gehört Kraft Foods zu den führenden Herstellern in den Kategorien Kaffee, Schokolade und Käseprodukte.

Umwelt, Ethik und Wirtschaft

Da Kraft Foods einer der größten Schokoladehersteller der Welt ist, gibt es immer wieder Vermutungen, dass der Konzern von billiger Kinderarbeit profitiert. Kinder sollen vor allem in der Elfenbeinküste unter schlechten Bedingungen Kakao ernten. Erwähnenswert wäre, dass Kraft Foods zumindest Anstrengungen zur Vermeidung von Kinderarbeit unternommen hat. Für die Betroffen ist dies aber oft keine Hilfe, da ihnen nach wie vor keine fairen Löhne garantiert werden und die Kinder zum Überleben arbeiten müssen. Die Konzerne profitieren davon, dass die Weltmarktpreise so niedrig wie möglich gehalten werden und die lokalen Produzenten gar keine andere Wahl haben, als Ausbeutung zu betreiben. Solange der Kakao billig ist, werden die großen Schokoladeproduzenten wenig gegen diese Missstände unternehmen.

Ähnlich sieht es auch bei der Kaffeeproduktion aus, dort sorgen auch die schwankenden und generell niedrigen Weltmarktpreise für ein menschenunwürdiges Leben der Kleinbauern und Plantagenarbeitern.

Zum Thema Gentechnik erklärt Kraft Foods Österreich, dass sie keine Zutaten aus gentechnisch veränderten Pflanzen verwenden. Dabei muss man aber beachten, dass die Tiere konventionell gefüttert werden, daher ist davon auszugehen, dass Soja im Futtermittel genetechnisch verändert ist. In den USA und in Australien soll das Unternehmen aber in Verruf geraten sein, gentechnisch verändertes Getreide in seinen Produkten zu verarbeiten.

Mit seiner Marke Jacobs engagiert sich Kraft Foods seit Jahren für mehr Nachhaltigkeit im Kaffeeanbau und arbeitet mit der Umweltschutzorganisation „Rainforest Alliance“ zusammen. Seit dem Jahr 2007 kauft die McDonald's Corp nur noch nachhaltig erzeugten Kaffee, der unter anderem von Jacobs Kaffee produziert wird.


FER-Bewertungskommentar

Immer wieder wird der Konzern mit der Ausbeutung von Rohstofflieferanten in Verbindung gebracht - aufgrund der Tatsache, dass Kaffeebohnen sowie die Kakaoernte fast immer mit Kinderarbeit und Ausbeutung in Verbindung gebracht werden. Dass in den Lebensmitteln von Kraft Foods gentechnisch veränderte Futtermittel verwendet werden, ist nicht auszuschließen. Das Unternehmen bemüht sich zusammen mit der Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance für mehr Nachhaltigkeit im Kaffeeanbau.