Die drei größten internationalen Ratingagenturen haben in den letzten Monaten die Schlagzeilen beherrscht. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier sorgte mit seinem Vorschlag, Ratings über kriselnde Staaten (z.B. Griechenland oder Italien) zu verbieten, für großes Aufsehen. Eine Pressemitteilung einer der führenden internationalen Ratingagenturen kann Anleger in Panik versetzen und die Refinanzierungskosten für Staatsanleihen so stark in die Höhe treiben, dass nur noch konzertierte Rettungsaktionen von EU-Staaten und Internationalem Währungsfonds oder der Weltbank den Eintritt der Zahlungsunfähigkeit des betroffenen Landes abwenden können. Doch die Auswirkungen eines Länderratings beschränken sich nicht auf den Finanzsektor, sondern lösen auch realwirtschaftliche Schocks aus. Manche Kommentatoren fürchten auch, dass die größten internationalen Ratingagenturen versuchen, die Wirtschafts- und Finanzpolitik der gerateten Länder zu beeinflussen.
software-systems.at möchte als Veranstalter der Finance & Ethics Kongressreihe die Rolle der internationalen Ratingagenturen im 21. Jahrhundert hinterfragen. Auf dem 10. Finance & Ethics Kongress soll die einseitig auf wirtschaftliche Indikatoren ausgerichtete Methodik unter die Lupe genommen und eine mögliche Alternative vorgestellt werden. Der Kongress zu dem Thema „FER 3D Länder-Screening – Eine Alternative zu Länderratings?“ findet am 26. April 2012 von 13.00 bis 17.00 Uhr im Reitersaal der Oesterreichischen Kontrollbank in der Strauchgasse 3, 1010 Wien, statt.
Das von software-systems.at neuentwickelte FER 3D Länder-Screening bewertet neben wirtschaftlichen Kriterien schwerpunktmäßig nichtökonomische Stärken und Schwächen eines Landes, welche insbesondere bei einem längerfristigen Investitionshorizont stark an Bedeutung gewinnen. Zur Unterstützung ganzheitlicher Investitionsentscheidungen werden soziale und ökologische Kriterien analysiert, um eine verkürzte Potential- und Risikenbewertung zu vermeiden.
software-systems.at konnte für den 10. Finance & Ethics Kongress 2012 folgende Referenten gewinnen: KommR Wolfgang Göltl, Obmann des Fachverbandes der Finanzdienstleister der WKO, wird seine Einschätzung des derzeitigen Markts für Wertpapierdienstleistungen referieren. Mag. Dr. Wilhelm Rasinger, Präsident des österreichischen Interessenverbandes für Anleger, wird Länder-Screenings aus dem Blickwinkel von Investoren beurteilen. Univ.Prof. Walter Ötsch (Leiter des Instituts für Gesamtanalyse der Wirtschaft sowie Leiter des Zentrums für Soziale und Interkulturelle Kompetenz) wird die Funktion der internationalen Ratingagenturen in der neoliberalen Ideologie beleuchten und deren Einfluss auf Realwirtschaft und Politik analysieren. Univ.Prof. Karl-Heinz Brodbeck wird sich mit der Frage auseinandersetzen, welche unerwarteten Folgen ein angekündigtes Downgrade von Länderratings haben könnte. Wie würde sich ein ganzheitliches Länder-Screening auswirken?
software-systems.at Geschäftsführer Richard Lernbass wird Beispiele bringen, wie soziale und ökologische Anlegerpräferenzen in Beratungsgesprächen einfach und unkompliziert berücksichtigt werden können, ohne Rendite und Risiko außer Acht zu lassen. In Kombination mit der FER 3D Kennzahl kann das FER 3D Länder-Screening hervorragend zur Unternehmens-, Portfolio-, Fonds-, oder Finanzproduktanalyse eingesetzt werden. Für institutionelle Anleger, welche neben den klassischen Finanzkriterien auch ökologische und soziale Aspekte in Betracht ziehen, ist das FER 3D Länder-Screening eine zusätzliche Entscheidungshilfe.
Bitte wenden Sie sich für eine Anmeldung zur kostenlosen Kongressteilnahme an Frau Heike Pirker, pirker@software-systems.at.